de.wedoany.com-Bericht: Der BH Airport hat ein GPS-Monitoring für einen Chileadler (Geranoaetus melanoleucus) eingeleitet, um den Schutz der Tierwelt mit der Betriebssicherheit des Flughafens in Einklang zu bringen. Dieser einer der größten Greifvögel Südamerikas wurde im Flughafengelände entdeckt und anschließend mit einem Tracking-Gerät ausgestattet.

Dieser Adler, auch als Bergadler bekannt, steht an der Spitze der Nahrungskette. Die GPS-Verfolgung wird genutzt, um Daten über seine Bewegungen, Nahrungssuchegebiete, Lebensraumnutzung und räumliches Verhalten zu sammeln, die als Grundlage für wissenschaftliche Forschung und Schutzstrategien dienen. Die Überwachungsmaßnahme wird von einem auf Wildtiermanagement spezialisierten Unternehmen des Flughafens durchgeführt. Vor der Freilassung wurde das Exemplar im Wildtiermanagementzentrum des Terminals einer klinischen und biologischen Bewertung unterzogen, einschließlich Gewicht, körperlicher Verfassung, morphologischer Merkmale und allgemeinem Gesundheitszustand. Nach Bestätigung seines guten Zustands wurde das Tracking-Gerät angebracht und der Adler in ein geeignetes Umgebungsgebiet freigelassen.
Emerson Chaves, Manager für Infrastruktur und Umwelt am BH Airport, erklärte, dass diese Technologie sowohl den Schutz der Biodiversität stärkt als auch zur Verbesserung der Betriebssicherheit beiträgt. Eine präzisere Verfolgung der Bewegungen der Art und die daraus abgeleitete Entscheidungsfindung könnten das Risiko von Interaktionen zwischen Vögeln und Flugzeugen verringern. Der Chileadler erreicht eine Körperlänge von über 70 cm und eine Flügelspannweite von über 1,5 m. Er kommt hauptsächlich in offenen Gebieten, Felsfeldern und Bergregionen im Süden, Südosten und der Mitte-West-Region Brasiliens vor, einschließlich der bedeutenden Gebirgszüge des Bundesstaates Minas Gerais.
Neben der Überwachung dieses Adlers unterhält der BH Airport eine umfassende Umweltmanagement-Agenda im Umweltschutzgebiet APA Carste de Lagoa Santa. Diese Region ist eine Übergangszone zwischen den Biomen Cerrado und Mata Atlântica. Der Flughafen schützt über 310 Hektar gesetzlich vorgeschriebene Schutzgebiete, rund 790 Hektar einheimische Vegetation und mehr als 97 Hektar dauerhaft geschützte Flächen.
Eine der Maßnahmen ist die Einrichtung eines Wildtierdurchlasses (Passagem de Fauna) unter der Hauptzufahrtsstraße zum Terminal, der LMG-800. Diese Struktur dient als ökologischer Korridor, der es Wildtieren ermöglicht, sicher zwischen Waldstücken zu wechseln. Seit 2023 haben Infrarotkameras die Nutzung dieses Durchlasses durch 16 Arten dokumentiert, darunter den Kleinen Ameisenbären, die Ozelotkatze, den Nasenbären, den Tayra und den Graumazama. Die Überwachungsdaten zeigen, dass die Zahl der durch Fahrzeuge getöteten Wildtiere entlang dieser Straße in den ersten zwei Jahren um etwa 83 % zurückgegangen ist. Dieses Projekt hat internationale Anerkennung gefunden und dem BH Airport geholfen, zum fünften Mal in Folge die Auszeichnung „Green Airport“ des Latin America and Caribbean Chapter des Airports Council International (ACI-LAC) zu erhalten. Im Jahr 2025 gewann der Wildtierdurchlass eine Auszeichnung bei den Green Airport Recognition Awards.
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