Microlise Chief Revenue Officer spricht über Wachstumsstrategie mit 84 Millionen Pfund
2026-06-07 15:08
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de.wedoany.com-Bericht: Mike Blackburn, Chief Revenue Officer des Anbieters für Transportmanagementsoftware und Flottentechnologie Microlise, erläuterte kürzlich in einem Interview die Strategie des Unternehmens für nachhaltiges Wachstum in einem reifen Markt. Blackburn, der Ende 2024 zu dem in Nottingham ansässigen Unternehmen stieß, bringt einen Hintergrund in Technologie und Software mit. Er betonte, dass die Kernaufgabe des Unternehmens darin bestehe, durch Personalaufbau, Schulungen und Partnerschaften digitales Wachstum voranzutreiben und den Kundennutzen über den Softwareverkauf zu stellen.

Microlise ist seit 2021 am AIM-Markt der Londoner Börse notiert, beschäftigt derzeit 730 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 84 Millionen Pfund. Das Unternehmen konzentriert sich auf Transportmanagementsoftware (TMS) als Dienstleistung. Seine Nutzfahrzeugflottenkunden befinden sich hauptsächlich in Großbritannien, Irland, Australien, Neuseeland und Frankreich. Blackburn wies darauf hin, dass der asiatisch-pazifische Raum eine große Wachstumsregion sei, Frankreich ein reifer Markt und Australien sich in einer anderen Phase der Compliance befinde, da Lastwagen oft weit von der Basis entfernt seien; daher seien die Kundenreisen auf verschiedenen Kontinenten unterschiedlich. Die Entwicklungsarbeit des Unternehmens findet auch in Indien statt.

Neben TMS für Routenplanung, Kostenkalkulation und Konsolidierung bietet Microlise auch Flottentelematik (einschließlich Tracking und Temperaturüberwachung) sowie Liefermanagement (mit Analysefunktionen und elektronischem Liefernachweis) an. Auf der jährlichen MTC-Konferenz in Manchester lag der Schwerpunkt auf Compliance, Risiko und Sicherheit, wobei die Verwendung von Dashcams (Streamax-Technologie) zur Erkennung von Müdigkeit, Ablenkung und Handynutzung gefördert wurde, woraufhin Fahrer und Zentrale benachrichtigt werden.

Das Unternehmen strebt nach Fahrerexzellenz und kann bis zu vierundzwanzig Parameter für die Datenanalyse überwachen. Blackburn erklärte, der Kniff liege darin, klar zu definieren, welches Ziel man beeinflussen wolle. Es gebe zwei Arten von Kundengesprächen: Entweder wisse der Kunde genau, was geändert werden müsse, und das Unternehmen helfe ihm, den Ist-Zustand zu bewerten und das Ziel zu erreichen; oder man beziehe sich auf Beispiele anderer Kunden, wähle ein Ziel aus und implementiere es. Er betonte, dass Investitionen in das Team, den Lkw und die Technologie gleichermaßen entscheidend seien und es effizienter sei, das Fahrerverhalten mit Technologie zu ändern. Das installierte Überwachungssystem werde zu einem „Sicherheitsnetz, das ehrlich hält“.

Zu den wichtigen Kunden gehören große HGV-Flotten wie Culina, Maritime, Bibby, GXO und Europa Worldwide, die die Plattform mit Unternehmensfunktionen nutzen. Das Unternehmen setzt Kundenerfolgsteams ein, um die Kundenbindung zu maximieren. Blackburn wies darauf hin, dass die Kundenbedürfnisse entweder auf Flottencompliance oder auf Flottenleistung ausgerichtet seien; das Unternehmen ziele darauf ab, Werte freizusetzen, wobei es Trägheitskosten und erzielbare inkrementelle Gewinne gebe. Die Einführung von TMS und Technologie dauere in der Regel zwei bis sechs Monate; bei der Einführung des gesamten Produktpakets könne es bis zu einem Jahr dauern.

Zur Positionierung des Unternehmens meinte Blackburn, dass Microlise zwar ein Technologieunternehmen sei, sein Kern jedoch darin bestehe, die Verbesserung des Menschen zu fördern. Er sagte, das Unternehmen müsse nicht alle Produkte selbst bauen; wenn es mit Partnern zusammenarbeiten und schneller Werte liefern könne, werde dieser Weg bevorzugt. Trimble sei ein Beispiel für diese Kooperationsform, da es kein Wettbewerber sei. Auf die Frage nach möglichen Übernahmen enthüllte Blackburn, dass das Unternehmen eine Denkweise für Übernahmen, Eigenentwicklungen oder Kooperationen habe; Übernahmen und regionales Wachstum begeisterten ihn. Die zuvor übernommene Software TruTac (Compliance-Experte) aus Coventry sei am Standort geblieben und habe dem Konzern neue Kunden gebracht.

Blackburns konkrete Ziele umfassen eine weitere Internationalisierung und Wachstum im Mittelmarkt, im Bereich mittelgroßer Flotten und bei E-Commerce-Betreibern, unter anderem durch eine Verdreifachung des Vertriebsteams in einigen Regionen. Er betonte, dass eine Anpassung auf Anfrage möglich sei; das Unternehmen könne Lösungen für individuelle Bedürfnisse entwickeln, um die Nutzung zu vereinfachen und leicht konsumierbar zu machen, und gleichzeitig den Kunden Zugang zu ihren Daten gewähren und zeigen, wie diese Daten genutzt werden können. Zudem werden Elektrofahrzeugnutzer als potenzielle Kunden betrachtet, da sie mehr Daten zur Bewältigung der Komplexität des Ladens benötigen. Blackburn wies darauf hin, dass die meisten Kunden gemischte Flotten betreiben, OEM-Lkw mit Technologie ausgestattet seien und das Unternehmen den Kunden bei der Verarbeitung komplexer Daten mehrerer Hersteller helfen könne; der Schlüssel liege in der Zusammenarbeit mit dem Kunden, um dessen Bedürfnisse für die nächsten 18 Monate zu klären.

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