de.wedoany.com-Bericht: Die Sojaernte im Süden Uruguays geht zu Ende. Marcelo Fraga, kaufmännischer Leiter der Copagran-Niederlassung in Colonia, weist darauf hin, dass der durchschnittliche Ertrag bei etwa 1.050 kg/ha liegt und derzeit noch rund 10 % der Anbaufläche geerntet werden müssen.
Fraga erklärte, dass der Ertrag in dieser Saison bei etwa 1.050 kg/ha bleiben werde. Bei dieser Genossenschaft seien landesweit im Norden noch etwa 5 % der Fläche nicht geerntet. Die anhaltende Trockenheit während der gesamten Saison habe zu erheblichen Ertragsunterschieden zwischen den Parzellen geführt. Fraga beschrieb, dass Parzellen, die nur 700 bis 800 Meter voneinander entfernt liegen, Erträge von 2.000 kg/ha auf 1.000 kg/ha aufweisen könnten – die Unterschiede seien groß. Insgesamt liege der niedrigste Ertrag bei etwa 600 kg/ha, der höchste bei bis zu 1.500 kg/ha.
Auch die Wetterbedingungen hätten den Abschluss der Ernte verzögert. Der Feuchtigkeitsgehalt des Getreides liege zwischen 17 % und 20 %, sodass die Erzeuger nur auf den richtigen Zeitpunkt am Tag warten könnten, um die Arbeiten fortzusetzen. Fraga erläuterte, dass die Landwirte auch bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 16 % oder 17 % ernten würden – nicht um Trocknungskosten zu sparen, sondern um die Arbeiten kontinuierlich voranzutreiben. Die Regenvorhersagen für die kommenden Tage erhöhten den Druck, das derzeitige Arbeitsfenster zu nutzen.
Fraga betonte, dass der landwirtschaftliche Notstand den am stärksten betroffenen Erzeugern eine teilweise Entlastung biete. Derzeit lägen die Pachtpreise für Ackerland zwischen 800 und 1.000 kg/ha, und ein Ertrag von 1.000 kg/ha decke lediglich die Betriebskosten, während für Pacht, Maschinen und andere Ausgaben kein Spielraum bleibe. Er fasste zusammen, dass man aus der schwierigen Lage nur durch Produktion herauskommen könne.
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