Samsung USA: Aufbau einer KI-RAN-Architektur mit flexibler GPU-Integration
2026-06-08 14:38
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de.wedoany.com-Bericht: Im Bereich der KI-RAN verfolgen Ericsson und Nokia unterschiedliche Strategien: Nokia ist eng mit Nvidia verbunden, während Ericsson eher auf dedizierte Basisbandlösungen setzt. Alok Shah, Vice President für Netzwerkstrategie, Geschäftsentwicklung, Marketing und strategischen Vertrieb bei Samsung Electronics USA, erläuterte, dass Samsung einen eigenen, pragmatischen Weg eingeschlagen habe. Er betonte, dass Samsung GPU nicht einfach mit KI-RAN gleichsetze. Der entscheidende Unterschied liege darin, dass für die Vorteile von KI-RAN nicht zwingend eine GPU erforderlich sei. Falls jedoch ein Bedarf bestehe, benötige man eine Architektur, die jederzeit eine GPU-Anbindung ermögliche. Shah führte als Beispiel an: Wenn eine Basisstation dringend eine Leistungssteigerung benötige, sei der Einsatz einer GPU trotz hoher Kosten und hohem Energieverbrauch eine sinnvolle Entscheidung, da die Leistungsgewinne durch fortschrittlichere Algorithmen die entsprechenden Investitions- und Betriebskosten aufwiegen könnten. In vielen anderen Basisstationen sei dies derzeit jedoch nicht wirtschaftlich. Daher wolle Samsung eine Architektur aufbauen, die eine flexible GPU-Integration ermögliche, sobald die Bedingungen dafür günstig seien.

Samsung treibt gemeinsam mit globalen Betreibern seine vRAN/Cloud-RAN-Strategie voran. Verizon ist sein einziger bedeutender Kunde in Nordamerika, mit einer Bereitstellung von Zehntausenden Standorten. Alok Shah wies darauf hin, dass Verizon zwar eine völlig andere Größenordnung darstelle, aber auch andere Betreiber wie Telus, KDDI und Vodafone Samsungs vRAN-Lösung einsetzten.

Die Zusammenarbeit zwischen Samsung und Nvidia besteht seit über 20 Jahren und begann ursprünglich mit der Lieferung von Komponenten wie Speicherchips. Im Bereich der Mobilfunknetze haben die beiden Unternehmen in den letzten Jahren Partnerschaften aufgebaut, darunter die Nutzung von Nvidia-Produkten für Benchmark-Tests von Samsungs vRAN-Software. Die Tests umfassen die Leistung der Software auf CPUs sowie die Leistung einiger fortschrittlicher Algorithmen auf GPUs und bewerten die Fähigkeit, mit GPUs gleichzeitig den Downlink- und Uplink-Durchsatz zu steigern. Alok Shah erklärte, dass Samsung in den letzten fünf bis sechs Jahren im Bereich softwaregesteuerter Architekturen, vRAN und entkoppelter Open-RAN-Systeme führend gewesen sei, was zu einem markanten Merkmal geworden sei. GPUs passten sehr gut zu dieser Architektur.

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