de.wedoany.com-Bericht: Der schwedische Bergbauausrüstungshersteller Sandvik und der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto haben kürzlich die Unterzeichnung einer gemeinsamen Entwicklungsvereinbarung bekannt gegeben, um die Sandvik i-Serie von Tagebaubohrgeräten mit dem Rio Tinto Autonomous Drilling System (Rio Tinto ADS™) zu integrieren. Diese Partnerschaft kombiniert die Erfahrung von Rio Tinto in den Bereichen autonomes Bohren und Fernbetrieb mit der AutoMine®-Automatisierungsplattform von Sandvik, um die Sicherheit, Produktivität und Systemkompatibilität im Tagebau zu verbessern. In der Anfangsphase liegt der Schwerpunkt auf unterstützenden Bohrarbeiten im Tagebau, mit dem langfristigen Ziel, mehrere Bohrgeräte auf mehreren Minenstandorten über das Betriebszentrum von Rio Tinto in Perth, Westaustralien, ferngesteuert und autonom zu steuern.
Sandvik wurde 1862 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Sandviken, Schweden, und ist ein globaler Technologiekonzern mit Geschäftsbereichen wie Bergbau- und Gesteinstechnik, Metallschneidwerkzeuge, Materialtechnologie und Fertigungslösungen. Im Jahr 2025 erzielte der Konzern einen Umsatz von rund 130 Milliarden Schwedischen Kronen und beschäftigte weltweit etwa 44.000 Mitarbeiter. Die Sparte Bergbau- und Gesteinstechnik ist ein führender Anbieter von Ausrüstung für den Untertage- und Tagebau. Die Rio Tinto Group wurde 1873 gegründet und ist ein britisch-australischer multinationaler Metall- und Bergbaukonzern, der in den Bereichen Exploration, Abbau und Verarbeitung von Ressourcen wie Eisenerz, Aluminium, Kupfer, Diamanten, Industrie mineralien und Uran tätig ist. Der Hauptsitz befindet sich in London, Großbritannien, mit einer Doppelnotierung in Australien. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 57.000 Mitarbeiter und erzielte 2025 einen Umsatz von etwa 54 Milliarden US-Dollar. Rio Tinto betreibt in der Region Pilbara in Westaustralien eines der größten autonomen Bergbaunetze der Welt, das Bohrgeräte, Lastkraftwagen und Züge umfasst. Die Eisenerzmine Gudai-Darri ist eine der technologisch fortschrittlichsten Minen der Branche und verfügt über einen vollständig autonomen Fahrzeugpark.
Die Zusammenarbeit erfolgt in zwei Phasen: Zunächst werden Entwicklung und Bohrtests auf dem Testgelände von Sandvik in Finnland durchgeführt, anschließend erfolgt die Verlagerung zu den Betriebsstandorten von Rio Tinto in der Region Pilbara in Westaustralien für Feldversuche. Die Tests umfassen Feldversuche, um zu überprüfen, ob die kommerziellen Produktionsziele erreicht werden. Die Partnerschaft zielt darauf ab, den zukünftigen Betrieb autonomer Bohrgeräteflotten zu unterstützen, sodass verschiedene Bohrgerätemodelle auf einer einheitlichen Automatisierungsplattform betrieben werden können, was die Entwicklung des Tagebaus in Richtung mehr Sicherheit und Flexibilität vorantreibt. Petri Virrankoski, Präsident von Sandvik Surface Drilling, sagte: „Diese Zusammenarbeit unterstreicht das Engagement von Sandvik, durch offene, interoperable Automatisierung die Sicherheit und Produktivität zu verbessern. Basierend auf den AutoMine®- und i-Serie-Plattformen sind wir stolz darauf, unsere langjährige Partnerschaft mit Rio Tinto zu stärken und die Weiterentwicklung der autonomen Bohrtechnologie unter den anspruchsvollen Bedingungen in Pilbara zu unterstützen.“
Diese Partnerschaft baut auf den langjährigen Erfahrungen von Rio Tinto mit Automatisierungssystemen auf. Das Betriebszentrum von Rio Tinto in Perth ermöglicht bereits die Fernüberwachung und -steuerung von Bohrgeräten, Lastkraftwagen und Zügen in der Region Pilbara. Dieses Modell wurde bereits in Minen wie Gudai-Darri erfolgreich angewendet. Rio Tinto erklärte, dass die Einführung der integrierten Technologie von Sandvik voraussichtlich die Betriebssicherheit weiter erhöhen wird – indem Bediener aus gefährlichen Umgebungen entfernt werden – und gleichzeitig die Produktivität der Flotte und die Lebensdauer der Ausrüstung verbessert. Diese Zusammenarbeit ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der technologischen Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen, nachdem Sandvik im Juli 2025 17 Lader und 2 Lastkraftwagen für das Oyu Tolgoi-Projekt von Rio Tinto in der Mongolei geliefert hatte.
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