Make-UK-Bericht: Digitale Qualifikationslücke kostet britische Industrie 6 Milliarden Pfund pro Jahr
2026-06-09 09:18
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de.wedoany.com-Bericht: Einem Bericht mit dem Titel „AI, Skills and the Future of the UK Manufacturing Sector“ zufolge kann Künstliche Intelligenz zwar das Produktivitätspotenzial der britischen Industrie erheblich freisetzen, doch Qualifikationsdefizite und eine geringe Nutzungsrate hindern Unternehmen daran, diese Möglichkeit voll auszuschöpfen.

Der Bericht zeigt, dass derzeit nur 2 % der Hersteller KI umfassend in ihren Betrieb integriert haben. Weniger als 40 % der Unternehmen setzen KI in einigen Abteilungen ein, während fast ein Fünftel sie überhaupt nicht nutzt. In den Kernbereichen des Betriebs ist die Anwendung von KI noch begrenzter: 83 % der produzierenden Unternehmen nutzen die Technologie für Backoffice-Funktionen wie Personalwesen, Finanzen und Verwaltung, aber nur 11 % in der Produktion, 7 % in der Lieferkette und Logistik und lediglich 6 % in der Qualitätskontrolle.

Diese Erkenntnisse kommen zu einer kritischen Zeit für die britische Industrie. Schätzungen von Make UK zufolge verliert die Branche aufgrund von offenen Stellen und digitalen Kompetenzlücken jährlich rund 6 Milliarden Pfund an Produktion. Bis 2035 könnte eine breitere Digitalisierung das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 150 Milliarden Pfund steigern. Der Bericht warnt jedoch, dass vielen Unternehmen die erforderlichen Fähigkeiten und die organisatorische Bereitschaft fehlen, um von kleinen KI-Pilotprojekten zu einer umfassenden Geschäftstransformation überzugehen.

In Bezug auf die Auswirkungen auf die Beschäftigung geht der Bericht davon aus, dass KI derzeit hauptsächlich zur Automatisierung sich wiederholender Verwaltungsaufgaben eingesetzt wird, nicht zur Ersetzung von Arbeitnehmern oder zur Neugestaltung von Arbeitsplätzen. Fast die Hälfte der Hersteller erwartet jedoch, dass KI die Arbeitsweise innerhalb der nächsten zwei Jahre verändern wird. Die Technologie wird eher bestehende Arbeitsplätze stärken und eine Nachfrage nach hybriden Fähigkeiten schaffen, beispielsweise für Wartungsingenieure, die prädiktive Analysen nutzen, Planer, die KI-gestützte Planungstools einsetzen, und Qualitätsprüfer, die von manuellen Kontrollen zum Ausnahmemanagement übergehen.

Mehr als die Hälfte der Hersteller sieht den Fachkräftemangel als Haupthindernis für die Einführung von KI, insbesondere auf der Ebene von Technikern und Bedienern. Produzierende Unternehmen priorisieren praktische Fähigkeiten wie Datenkompetenz, Problemlösung, Führung und Veränderungsmanagement gegenüber speziellen Programmierkenntnissen. Die Hälfte der Unternehmen gibt jedoch an, dass ihren Mitarbeitern die Zeit für Schulungen fehlt, und viele sind sich immer noch nicht im Klaren darüber, was KI-Fähigkeiten in der Fertigung genau ausmachen.

Um diese Hindernisse zu beseitigen und die Ziele der modernen Industriestrategie Großbritanniens zu unterstützen, hat Make UK eine Reihe von Forderungen aufgestellt, darunter: die Entwicklung national anerkannter KI-Kompetenzstandards für Fertigungsberufe; mehr praktische Unterstützung für KMU bei der Einführung von KI, damit sie von Pilotprojekten zur Umsetzung übergehen können; flexible, schichttaugliche und auf die Fabrikumgebung abgestimmte Schulungen; eine verantwortungsvolle, mitarbeiterzentrierte Einführung von KI; stärkere Unterstützung durch Initiativen wie „Made Smarter“ bei gleichzeitiger Klärung der Branchenführungsrolle; und eine wichtige Rolle für den Verantwortlichen für KI in der fortschrittlichen Fertigung bei der Zusammenführung von Industrie und Regierung, der Identifizierung von Einführungshindernissen und der Beschleunigung der Verbreitung ausgereifter Anwendungsfälle.

Der Bericht fordert auch Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen auf, mehr praxisorientierte, auf die Fertigung ausgerichtete KI-Schulungen anzubieten, die mit realen industriellen Anwendungsfällen verknüpft sind. Make UK wird seine Arbeit durch die neu eingerichtete Arbeitsgruppe für KI-Kompetenzen und -Einführung (AI Skills & Adoption Working Group) ausweiten und gemeinsam mit Regierungs- und Industriepartnern Leitlinien, Werkzeuge und Fallstudien entwickeln.

Nina Gryf, Senior Policy Manager für KI und Digitalisierung bei Make UK, sagte: „KI hat ein enormes Potenzial, die Produktivität, Effizienz und Widerstandsfähigkeit der britischen Fertigungsindustrie zu steigern, aber unsere Forschung zeigt, dass viele Unternehmen noch in der Experimentierphase stecken und diese Technologien noch nicht in großem Maßstab integriert haben. Obwohl die Hersteller die Chancen von KI erkennen, werden zu viele Unternehmen durch Fachkräftemangel, begrenzte Schulungskapazitäten und fehlende praktische Unterstützung ausgebremst. Während sich die London Tech Week auf die KI-Ambitionen Großbritanniens konzentriert, müssen Hersteller, insbesondere KMU, die Werkzeuge, Fähigkeiten und Anleitungen erhalten, die sie benötigen, um KI selbstbewusst und effektiv einzusetzen. Wenn wir die vollen wirtschaftlichen Vorteile von KI realisieren und die Wettbewerbsfähigkeit der britischen Industrie stärken wollen, müssen Regierung, Industrie und Bildungsanbieter zusammenarbeiten, um eine breite Einführung zu unterstützen.“

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

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