de.wedoany.com-Bericht: Laut dem neuesten Bericht von Enverus Intelligence Research wird die Elektrifizierung in den USA bis 2035 zu einer zusätzlichen Last von 24 GW führen, wenn Industrie und Haushalte von Brennstofftechnologien auf Elektrifizierung umsteigen. Bis 2050 soll die kumulierte Zunahme 78 GW betragen. Diese Zuwächse sind äußerst ungleich verteilt: Rund 69 % der neuen Last konzentrieren sich auf die drei großen Netzbetreiberregionen PJM, MISO und NYISO.

Der Bericht weist darauf hin, dass die industrielle Elektrifizierung der größte Treiber ist und 11,4 GW beitragen wird, was 47 % des Lastwachstums entspricht. Im gewerblichen Bereich wird ein Zuwachs von 6,8 GW (29 %) erwartet, im Wohnbereich 5,7 GW (24 %). Bis 2035 wird die Elektrifizierung etwa 4,1 % der Gesamtlast der 48 US-Bundesstaaten ausmachen, wobei die regionalen Unterschiede erheblich sind. Der Berichtsautor und leitende Analyst Kevin Kang erklärte, dass zu den wichtigsten Treibern neue Wärmepumpentechnologien sowie staatliche Richtlinien wie das Gesetz für vollelektrische Gebäude im Bundesstaat New York gehören. Kang prognostiziert, dass die Last im ISO New England (ISO-NE) bis 2035 um 27 % und im New York ISO (NYISO) um 21 % steigen wird.
Kang warnte, dass die weit verbreitete Einführung von Wärmepumpen das Winterlastprofil verändern könnte. Wenn extreme Kältewellen auftreten, könnten alle Wärmepumpen gleichzeitig starten, was zu einer Winter-Spitzenlast führen würde, die weit über die derzeitige Netzbereitschaft hinausgeht. Er verwies auf den Wintersturm Fern im Januar, der zu großflächigen Ausfällen der Solarenergie im Nordosten führte und vorübergehend die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen (insbesondere Ölstrom) erhöhte, während die Erdgasversorgung in der Region ohnehin eingeschränkt war.

Kang fügte hinzu, dass das Lastwachstum durch Elektrifizierung zeitkritisch sei: Elektrofahrzeuge benötigen nachts Ladestrom, Rechenzentren laufen kontinuierlich, und der Heizbedarf verursacht Spitzen im Winter. Wenn Solarprojekte parallel vorangetrieben werden können, hilft dies, Last- und Strompreisschwankungen zu bewältigen; andernfalls wird das Netz Schwierigkeiten haben, das erwartete Wachstum zu bewältigen. Der Bericht stellt auch fest, dass in einigen Regionen aufgrund von Effizienzsteigerungen (z. B. reduziert die Verbreitung von Wärmepumpen tatsächlich den Stromverbrauch) ein Netto-Lastrückgang auftreten könnte, aber insgesamt kann das durch Elektrifizierung verursachte Lastwachstum durch den Ausbau von Solar- und Speicherkapazitäten gedeckt werden.
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