Orange stattet Krankenhaus in Rouen mit KI-Plattform aus und stärkt Datensouveränität
2026-06-09 10:22
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de.wedoany.com-Bericht: Der französische Telekommunikationsbetreiber Orange setzt mit einer Reihe neuer Initiativen seine Strategie „Trust Future" konsequent um und positioniert sich als vertrauenswürdiger Partner für Unternehmen bei der digitalen Transformation. Die Strategie betont Datensouveränität, Sicherheitskonformität und lokale Governance. Das jüngste Beispiel ist die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Rouen (CHU de Rouen).

Orange

Das Universitätsklinikum Rouen ist für neun öffentliche Krankenhäuser in der französischen Region Normandie zuständig. 15.000 medizinische Fachkräfte werden die generative/agentische KI-Plattform Live Intelligence von Orange Business nutzen. Die Plattform soll als gemeinsamer Rahmen für den digitalen Wandel und KI-Anwendungen im Krankenhausnetzwerk dienen und hat bereits die Bearbeitungszeit für Förderanträge von Forschungsteams von drei Wochen auf zwei Tage verkürzt. Orange betont, dass seine KI-Anwendungen auf einer „vertrauenswürdigen Infrastruktur" basieren und „sichere" und „gut verwaltete" Lösungen sind, um die Souveränitätsanforderungen der Kunden zu erfüllen. Claire Scotton, Vice President Healthcare & Life Sciences bei Orange Business, erklärte, dass der Einsatz generativer KI es medizinischem Personal ermöglichen werde, sich mehr auf die medizinische Arbeit und weniger auf Verwaltungsaufgaben zu konzentrieren. Ziel sei es, den Mitarbeitern agentische KI-Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen, damit sie sich auf die Patientenversorgung konzentrieren können.

Orange Rouen

Auf der Sicherheitsebene ist Orange Cyberdefense eine wichtige Stütze der Gesamtstrategie. Die Abteilung beschäftigt 3.300 Mitarbeiter und verfügt über 36 Erkennungszentren in 23 Ländern. Kürzlich expandierte sie über das lokale Joint Venture MasOrange nach Spanien und plant, in Madrid und Barcelona 100 Mitarbeiter sowie ein lokales Security Operations Center einzurichten. Gleichzeitig beteiligt sie sich an der internationalen Open-Source-Zusammenarbeit durch die Teilnahme am Cybercrime Atlas-Projekt Cosmos des Weltwirtschaftsforums, um Informationen auszutauschen und grenzüberschreitende Cyberkriminalität zu bekämpfen. Hugues Foulon, CEO von Orange Cyberdefense, erklärte, dass man nach dem Eintritt in den spanischen Markt „aktiv zur europäischen digitalen Souveränität beitragen" werde.

Orange Cyberdefense

Auf der Infrastrukturebene ist Orange dem Konsortium AION für Computing, Konnektivität und Energie beigetreten, um sich um EU-Mittel in Höhe von rund 200 Milliarden Euro für KI-„Gigafabriken" zu bewerben. Dem Konsortium gehören Ardian, Artefact, Bull, EDF, Capgemini, die Iliad-Gruppe und Scaleway an. Darüber hinaus ist das europäisch-afrikanische Unterseekabel ViaTunisia, das Marseille in Frankreich mit Bizerte in Tunesien verbindet, betriebsbereit. Gleichzeitig wird eine neue ViaAfrica-Unterseekabelroute zwischen Europa und Südafrika vorbereitet, mit Landepunkten in Großbritannien, Frankreich, Portugal und mehreren westafrikanischen Ländern. Im Bereich Cloud-Dienste hat Orange das Kollaborationstool „Souveränitätssuite" Live Collaboration eingeführt, das in seinem von der französischen Cybersicherheitsbehörde ANSSI SecNumCloud zertifizierten Rechenzentrum Cloud Avenue in Grenoble gehostet wird. Alle Drittanbieter-Tools basieren zu 100 Prozent auf europäischen Softwareketten.

Im Bereich spezifischer Dienste hat Orange Business mit Orange Drone Guardian die erste europäische Anti-Drohnen-as-a-Service-Lösung eingeführt, die in ganz Frankreich eindringende Drohnen erkennen und identifizieren kann. Eine Ausweitung auf andere Länder ist geplant. Die Lösung wird als Teil einer „neuen Generation von Souveränitätslösungen" positioniert, die die Sicherheitsanforderungen kritischer Infrastrukturen erfüllen soll. Darüber hinaus hat Orange mit AST SpaceMobile und Satellite Connect Europe Vereinbarungen zur Direktverbindung von Satelliten mit Geräten (D2D) unterzeichnet. Für die zweite Jahreshälfte 2026 ist eine Demonstration der D2D-Konnektivität in Rumänien geplant, bei der auch konkrete Maßnahmen zur Unterstützung europäischer Sicherheitsanforderungen erkundet werden sollen. Christel Heydemann, CEO von Orange, erklärte, das Unternehmen sei bestrebt, vertrauenswürdige und sichere Lösungen anzubieten, die den europäischen Vorschriften entsprechen.

Im Bereich Industrie 4.0 hat Orange Business mit dem Systemintegrator Tech Mahindra eine fünfjährige Vertriebsvereinbarung unterzeichnet, um die digitale Transformation globaler Unternehmenskunden durch KI-, Automatisierungs- und sichere digitale Plattformen voranzutreiben. Orange erklärte, dass es weiterhin End-to-End-Dienste für wichtige Marktsegmente (einschließlich des Frankreich-Geschäfts) direkt verwalten werde, um die vollständige Einhaltung französischer und europäischer Vorschriften zu gewährleisten. Von der Bereitstellung am Universitätsklinikum Rouen bis hin zu Infrastrukturinvestitionen und Dienstleistungseinführungen durchdringt Orange seine Konzepte von „Vertrauen" und „Souveränität" in seiner Dienstleistungsarchitektur, die Cloud-Dienste, Cybersicherheit und nationale Infrastruktur umfasst, und integriert seine alten und neuen Dienste, um diese Strategie umfassend umzusetzen.

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