de.wedoany.com-Bericht: Wie am 8. Juni bekannt wurde, hat die Saudi Arabian Railways Company eine Ausschreibung für Planungsdienstleistungen für den saudischen Abschnitt des Eisenbahnnetzes des Golf-Kooperationsrates (GCC) veröffentlicht. Das Projekt umfasst eine Strecke von rund 672 km und dient dem Eisenbahnverbindungsprogramm der sechs Golfstaaten. Dieser Abschnitt ist ein zentraler Bestandteil des GCC-Eisenbahnnetzes in Saudi-Arabien. Der spätere Auftragnehmer wird die Konzeptplanung, die Vorplanung und die Ausführungsplanung übernehmen.
Das GCC-Eisenbahnnetz ist auf eine Gesamtlänge von rund 2.177 km ausgelegt und zielt darauf ab, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Kuwait, Katar und Bahrain in ein einheitliches Schienenverkehrssystem zu integrieren. Der saudische Abschnitt verläuft von Hafji nahe der kuwaitischen Grenze über wichtige östliche Knotenpunkte wie Dammam bis nach Batha nahe der Grenze zu den VAE und wird an das bereits in den VAE errichtete Etihad-Rail-Netz angebunden. Für Saudi-Arabien ist diese Strecke sowohl eine Erweiterung des nationalen östlichen Eisenbahnsystems als auch eine wichtige Infrastruktur, die Golfhäfen, Industriegebiete, Logistikknotenpunkte und Grenzübergänge verbindet. Für die Golfregion wird ein grenzüberschreitendes Schienennetz, sobald es durchgehend betriebsfähig ist, die derzeitige übermäßige Abhängigkeit des Güterverkehrs von der Straße verändern und eine stabilere Landverbindung für Container, petrochemische Produkte, Industrierohstoffe, Konsumgüter und grenzüberschreitende Reisende bieten.
Die Planungsstandards der Strecke werden sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr berücksichtigen. Die Auslegungsgeschwindigkeit für Personenzüge beträgt 220 km/h, für Güterzüge 80 bis 120 km/h.
Die Ausschreibung für die Planung des saudischen Abschnitts wird sich direkt auf die nachfolgenden Tiefbauarbeiten, die Anordnung der Bahnhöfe, die grenzüberschreitenden Schnittstellen, die Signal- und Kommunikationstechnik, die Elektrifizierung, die Betriebsorganisation und den Aufbau eines multimodalen Verkehrssystems auswirken. Die Industrie in der Golfregion ist stark durch Häfen sowie Energie- und Chemiestandorte geprägt. Wenn das Schienennetz effektiv mit Häfen, Freizonen, Industriestädten, inland Logistikzentren und dem bestehenden Straßennetz verknüpft wird, kann dies die Umschlagseffizienz von Massen- und hochwertigen Gütern verbessern und gleichzeitig dazu beitragen, Staus, Energieverbrauch und CO2-Emissionen im Fernverkehr auf der Straße zu reduzieren. Das Projekt erfordert auch die Koordinierung multinationaler Standards, darunter Spurweite, Fahrzeugbegrenzungslinie, Signalsysteme, Zollkontrollen, grenzüberschreitende Disposition, Fahrkartenabrechnung und Betriebssicherheitsvorschriften. Diese Schnittstellenprobleme müssen bereits in der Planungsphase angegangen werden, um spätere Nachrüstungskosten in der Bau- und Betriebsphase zu vermeiden.
Nach Ablauf der Angebotsfrist wird das Projekt in die Phasen der Bewertung, Auftragsvergabe und Detailplanung übergehen. Mit der fortschreitenden Entwicklung der entsprechenden Strecken in Kuwait, den VAE und Oman wird die Umsetzung der Planung des saudischen Abschnitts eine wichtige Voraussetzung dafür sein, dass das GCC-Eisenbahnnetz von einem abschnittsweisen Bau zu einer regionalen Vernetzung übergeht. Wenn die weiteren Arbeiten wie geplant voranschreiten, wird sich die Schienenverkehrskapazität der Golfregion von nationalen Netzen auf grenzüberschreitende Korridore ausweiten und eine neue Infrastrukturgrundlage für den regionalen Handel, die Hafenanbindung und die industrielle Zusammenarbeit bieten.
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