de.wedoany.com-Bericht: Die Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und 1&1 haben angekündigt, dass ihre MMS-Dienste (Multimedia Messaging Service) zwischen dem 30. Juni und dem 1. Juli 2026 nacheinander eingestellt werden. Dies markiert das endgültige Ende eines Dienstes, der einst als Meilenstein der mobilen Kommunikationstechnologie galt.

Der MMS-Dienst wurde 2002 in den Mobilfunkmarkt eingeführt, als das GSM-Netz der wichtigste Datenübertragungskanal war und UMTS noch nicht gestartet war. Für das Versenden einer Nachricht mit einem Bild mussten Nutzer zwischen 39 Cent und 1,59 Euro zahlen, wobei die Bildqualität durch Komprimierung eingeschränkt war. Obwohl der Dienst als Weiterentwicklung von SMS galt, fand er bei den Nutzern weder in Bezug auf die Erfahrung noch auf den Preis breite Akzeptanz. Vodafone stellte seinen MMS-Dienst am 17. Januar 2023 als erster großer deutscher Betreiber ein.
Technische Daten zeigen, dass die Nutzung von MMS weit unter der von SMS lag. Vodafone gab bekannt, dass im Dezember 2012, dem Spitzenmonat, monatlich etwa 13 Millionen MMS in seinem Netzwerk versendet wurden, während die SMS-Sendungen im gleichen Zeitraum bei rund 1,5 Milliarden lagen. Mit der Verbreitung von Smartphones, der steigenden Bandbreite des mobilen Internets und dem Aufkommen von Instant-Messaging-Apps (wie WhatsApp, Signal, Telegram) wechselten die Nutzer zunehmend zur Verteilung von Bildern und Videos über Datenverbindungen.
Als Alternative zu MMS empfehlen die genannten Betreiber ihren Kunden die Nutzung des RCS-Dienstes (Rich Communication Services). RCS unterstützt Funktionen wie Bilder, Videos, Dateien und Gruppenchats, erfordert jedoch die Unterstützung durch Geräte, Betriebssysteme, Kommunikations-Apps und die Netzseite. Darüber hinaus ist die vollständige Abschaltung des GSM-Netzes für das Jahr 2028 geplant, sodass ältere Handys, die nur 2G unterstützen, dann vollständig unbrauchbar werden.
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