Neue FCC-Vorschriften verschärfen Kontrolle von Unterseekabeln – Vorteile für Meta und andere Tech-Unternehmen
2026-06-09 17:46
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de.wedoany.com-Bericht: Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat eine Reihe neuer Vorschriften erlassen, um die Überwachung der Infrastruktur von Unterseekabeln zu verstärken, nationale Sicherheitsrisiken zu verringern und die Beteiligung Chinas in diesem Bereich weiter einzuschränken. Unterseekabel transportieren rund 99 % des weltweiten internationalen Internetverkehrs, darunter Finanzkommunikation, Industriedaten, Cloud-Dienste und Regierungskommunikation, und ihre strategische Bedeutung nimmt stetig zu.

Unterseekabel: USA verschärfen Kontrolle und fördern Tech-Giganten mit Anti-China-Karte

Kern der neuen Vorschriften ist die erstmalige Einführung einer obligatorischen Lizenzierungspflicht für Betreiber von Submarine Line Terminal Equipment (SLTE). SLTE-Geräte sind die Verbindungspunkte zwischen Unterseekabeln und den US-amerikanischen Landnetzen; sie verarbeiten die Datenübertragung und das Routing über die Ozeane hinweg und gelten als entscheidende Komponenten zur Verhinderung von Spionage, Abhörmaßnahmen oder Schäden an Kommunikationsnetzen. Die FCC erklärte, dass die Kontrolle dieser Geräte für die Sicherheit der internationalen Kommunikation von wesentlicher Bedeutung sei.

Neben der verstärkten Überwachung plant die FCC, Unternehmen, die in Bezug auf die nationale Sicherheit als vertrauenswürdig gelten, einen beschleunigten Genehmigungsweg zu bieten. Betreiber, die den Schnellzugang erhalten, müssen strenge Standards zur Abwehr von Spionage und Sicherheitsvorfällen einhalten, eine kontinuierliche Compliance-Überwachung sicherstellen und sich verpflichten, keine Geräte zu verwenden, die als Risiko für die nationale Sicherheit eingestuft werden. Diese Maßnahme könnte sich in einen Wettbewerbsvorteil für große US-amerikanische Technologiekonzerne wie Meta und Google verwandeln, die in den letzten Jahren eine immer zentralere Rolle beim Bau und der Finanzierung globaler Unterseenetze gespielt haben.

Die neuen Vorschriften sind auch Teil der US-Strategie zur Eindämmung des technologischen Einflusses Chinas. Im Jahr 2024 hatte die FCC bereits die Nutzung von Geräten und Dienstleistungen von Unternehmen verboten, die auf ihrer Liste nationaler Sicherheitsbedrohungen stehen, darunter Huawei, ZTE, China Telecom und China Mobile. Die neuen Vorschriften könnten die Beschränkungen weiter ausweiten, sodass nicht nur bereits auf der Bundesblacklist stehende Unternehmen ausgeschlossen werden, sondern möglicherweise auch Geräte aus China oder anderen Ländern, die von den USA als „ausländische Gegner“ eingestuft werden. Ziel ist es, das Risiko zu verringern, dass kritische Komponenten zum Sammeln sensibler Informationen oder für Sabotageakte genutzt werden.

Hintergrund der verschärften Regulierung sind die wachsenden Bedenken Washingtons hinsichtlich der Sicherheit der Unterseekabel-Infrastruktur. Die USA, Großbritannien und Australien entwickeln im Rahmen des trilateralen Verteidigungsabkommens AUKUS unbemannte autonome Fahrzeuge, die in den Weltmeeren, einschließlich des Persischen Golfs und des Roten Meeres, eingesetzt werden sollen, um Beschädigungen von Unterseekabeln vorzubeugen und zu verhindern. Diese Unterwasser-Drohnen werden mit Waffen ausgerüstet und von hochmodernen Sensornetzwerken unterstützt. Im April dieses Jahres forderte der Vorsitzende des US-Senatsausschusses für auswärtige Beziehungen, Jim Risch, die Entwicklung einer internationalen Strategie, die sowohl die Verantwortlichen für Sabotageakte identifiziert als auch die Widerstandsfähigkeit der Unterseenetze stärkt, um deren wirtschaftliche und strategische Auswirkungen zu begrenzen. Bereits 2021 hatte das US-Justizministerium im Zusammenhang mit Unterseekabelsystemen von Google und Meta die Auferlegung nationaler Sicherheitsabkommen gefordert, da es für notwendig erachtet wurde, auf die mutmaßlichen Versuche Chinas zu reagieren, sensible personenbezogene Daten von US-Bürgern zu erlangen.

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