de.wedoany.com-Bericht: Am 9. Juni gab SK Telecom aus Südkorea bekannt, dass es eine Förderung aus dem EU-Programm „Horizont Europa“ erhalten hat. Gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus drei europäischen Ländern wird die nächste Generation der Quantenschlüssel-Kommunikationstechnologie entwickelt. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und konzentriert sich auf die Entwicklung eines Quantenschlüsselverteilungssystems, das auf der Integration von quantenphotonischen integrierten Schaltkreisen und Künstlicher Intelligenz basiert, um die Sicherheitsfähigkeiten von Kommunikationsnetzen zu verbessern.
Der technische Kern dieses Projekts besteht darin, die optischen Komponenten, die in herkömmlichen Quantenschlüsselverteilungssystemen groß und teuer in der Installation sind, auf miniaturisierte photonische Chips zu integrieren und Künstliche Intelligenz für die Echtzeit-Zustandsüberwachung und -kalibrierung einzusetzen. Die Quantenschlüsselverteilung nutzt die Prinzipien der Quantenmechanik, um zwischen den Kommunikationsparteien Schlüssel zu erzeugen und zu verteilen. Jegliches Abhören oder Stören von außen kann den Quantenzustand verändern und somit vom System erkannt werden. Diese Technologie wird seit langem als wichtiger Weg für sichere Kommunikation angesehen, aber aktuelle Systeme sind in der Regel auf präzise optische Komponenten wie Einzelphotonenquellen und Interferometer angewiesen. Die Größe der Geräte, die Komplexität der Installation und die Kosten schränken eine breite kommerzielle Nutzung ein. Die von SK Telecom an dieser Forschung beteiligte Quantenphotonik-Integriertschaltkreis-Lösung plant, mehrere optische Komponenten mittels Halbleiterprozessen auf einem einzigen Chip zu integrieren und dann Künstliche Intelligenz zu nutzen, um optische Zustandsänderungen durch externe Faktoren wie Temperatur und Vibration kontinuierlich zu erfassen, die Systemstabilität zu verbessern und die Einstiegshürden zu senken.
Das Projekt wird vom griechischen Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung „Demokritos“ koordiniert. Beteiligt sind das Austrian Institute of Technology, das deutsche Halbleiter-Start-up Synogate UG, das Electronics and Telecommunications Research Institute (ETRI) aus Südkorea und SK Telecom. Das ETRI wird photonische integrierte Chips für die Sende- und Empfangsseite der Quantenschlüsselverteilung entwickeln, während SK Telecom für die Entwicklung des auf photonischen integrierten Schaltkreisen basierenden Quantenschlüsselverteilungssystems, die Integration von KI-Funktionen sowie den Aufbau und die Validierung eines Testbetts verantwortlich ist.
„Horizont Europa“ ist das Flaggschiff-Förderprogramm der EU für Forschung und Innovation mit einem Gesamtbudget von rund 955 Milliarden Euro. Südkorea wurde im Juli 2025 das erste assoziierte Mitglied dieses Programms in Asien, was es südkoreanischen Institutionen und Unternehmen ermöglicht, direkt EU-Forschungsgelder zu erhalten. Die Aufnahme von SK Telecom macht das Unternehmen zum ersten privaten Unternehmen in Asien, das eine Förderung für ein Quantenkryptografie-Projekt aus „Horizont Europa“ erhält. Dies markiert auch den Beginn einer tieferen Integration südkoreanischer Telekommunikationsunternehmen in das europäische Forschungs- und Entwicklungsökosystem für Quantensicherheitskommunikation. Für SK Telecom ist dieses Projekt nicht nur eine wissenschaftliche Zusammenarbeit, sondern wird dem Unternehmen auch helfen, seine langjährige Erfahrung in der Quantenschlüssel-Kommunikationsforschung mit den europäischen Quantenkommunikationsstandards, Zertifizierungssystemen und dem Industrieökosystem zu verbinden und so eine technische und regulatorische Grundlage für die zukünftige Expansion in internationale Märkte zu schaffen.
Quantensichere Kommunikation wird zu einer grundlegenden Fähigkeit für die Cybersicherheit der nächsten Generation. Mit der rasanten Entwicklung von Quantencomputing, Künstlicher Intelligenz und dem Austausch hochwertiger Daten müssen Regierungen, der Finanzsektor, das Verteidigungswesen, die Energiebranche, Cloud-Dienste und Telekommunikationsnetze frühzeitig höhere Verschlüsselungsstandards planen. SK Telecom hat in der Vergangenheit bereits Forschung und kommerzielle Erkundungen in Bereichen wie faseroptischer Quantenschlüsselverteilung, drahtloser und satellitengestützter Quantenschlüsselverteilung, Quanten-Zufallszahlengeneratoren, Post-Quanten-Kryptografie und Quanten-Hardware-Sicherheitsmodulen betrieben. Die nun durch das EU-Gemeinschaftsprojekt vorangetriebene Photonik-Integration und KI-Steuerungstechnologie wird dazu beitragen, die Quantenschlüsselverteilung von speziellen Hochsicherheitsszenarien auf breitere Industrieanwendungen auszuweiten. Die Ergebnisse des Projekts werden auch dazu dienen, die Unterschiede zwischen den südkoreanischen und europäischen Zertifizierungsstandards für Quantenkryptografie zu vergleichen und eine Referenz für die zukünftige Vereinheitlichung internationaler Zertifizierungsstandards zu liefern.
Sollte die Testbett-Validierung dieses Projekts erfolgreich abgeschlossen werden, könnten Quantenschlüsselverteilungssysteme in Bezug auf Größe, Kosten, Stromverbrauch und Stabilität weiter verbessert werden. Für Telekommunikationsbetreiber hängt die Möglichkeit einer großflächigen Einführung der Quantenkryptografie-Technologie entscheidend davon ab, ob die Geräte ausreichend miniaturisiert sind, ob sie einfach in bestehende Netze integriert werden können, ob sie über automatische Kalibrierungsfähigkeiten verfügen und ob sie internationalen Zertifizierungs- und Standardisierungssystemen entsprechen. Die Beteiligung von SK Telecom an der gemeinsamen Forschung mit EU-Förderung wird ein neues Beispiel für den Markteintritt südkoreanischer Quantenkommunikationstechnologie in internationale Märkte liefern und eine breitere technische Validierungsgrundlage für die Entwicklung globaler Telekommunikationsnetze hin zu einer Quantensicherheitsarchitektur schaffen.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









