Universität Málaga entwickelt System zur Erkennung von Cyberangriffen
2026-06-10 13:48
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de.wedoany.com-Bericht: Die NICS Lab-Forschungsgruppe der Universität Málaga (UMA) hat eine auf intelligenten Software-Agenten basierende Lösung entwickelt, die den Zustand der Infrastruktur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Echtzeit überwacht, um Cyberangriffe zu erkennen. Das System zielt darauf ab, die Sicherheit von Ladepunkten zu erhöhen – ein zunehmend entscheidender Faktor angesichts des wachsenden Ausbaus einer schnellen und vernetzten Infrastruktur für Elektrofahrzeuge.

Das System überwacht den Betriebszustand der Ladegeräte kontinuierlich aus mehreren funktionalen Perspektiven mithilfe von Software-Agenten, die in die Ladestationen integriert sind, und identifiziert Anomalien oder Sicherheitsvorfälle. Zu den analysierten Bedrohungsarten gehören Betrug oder Stromdiebstahl durch Endnutzer sowie geplante Angriffe auf das Stromnetz. Die Forschung zielt darauf ab, die Erkennungs- und Diagnosefähigkeiten von Ladestationen als Verbindungsknoten im Energiesystem zu stärken.

Die Kernkompetenz der Lösung besteht aus einer Gruppe von Software-Agenten, die in den Ladestationen eingesetzt werden. Diese Agenten überwachen, beaufsichtigen und analysieren den Zustand der Ladegeräte in Echtzeit, koordiniert durch ein zentrales Hauptsystem. Das System integriert verteilte Intelligenz, Künstliche Intelligenz-Technologien, Konsensmechanismen für die kontinuierliche kollaborative Diagnose sowie die Blockchain-Technologie, die als unterstützendes Mittel zur Verbesserung der Rückverfolgbarkeit, Integrität und Vertrauenswürdigkeit des Ereignisdiagnoseprozesses dient.

Jeder Agent bewertet den Zustand des Ladegeräts, der Kommunikationsverbindung und der angeschlossenen Geräte, um Anomalien, Betriebsstörungen oder potenzielle Sicherheitsvorfälle zu identifizieren. Da die Agenten mit dem zentralen Überwachungssystem verbunden sind, können sie lokal erfasste Daten mit Daten benachbarter Stationen vergleichen und so ein umfassenderes Lagebild erstellen. Diese Methode führt einen Ansatz ein, der auf Situationsbewusstsein (Situational Awareness) basiert und die herkömmliche isolierte Überwachung von Ereignissen ersetzt. Dadurch können betroffene Infrastrukturbereiche, Geräte oder Komponenten präziser identifiziert und Details zum Ort, zur Art, zum Zeitpunkt und zur Ursache der Anomalie geliefert werden.

Die Forschung geht davon aus, dass diese situative Diagnosefähigkeit dazu beiträgt, die Reaktionsgeschwindigkeit und -wirksamkeit bei Sicherheitsvorfällen oder Betriebsstörungen zu verbessern. Die Zusammenarbeit zwischen intelligenten Agenten sowie der Einsatz von KI- und Blockchain-Technologien sollen die Widerstandsfähigkeit zukünftiger Elektrofahrzeugnetze stärken. Das zugehörige Papier „Situational awareness for trustworthy charging scenarios“ ist ein Ergebnis des II Plan Propio de Smart Campus der Universität Málaga.

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