Südafrika plant, bis Ende März 2027 ein Bergbauregister einzurichten
2026-06-11 08:34
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de.wedoany.com-Bericht: Jacob Mbele, Generaldirektor des südafrikanischen Ministeriums für Bergbau und Erdölressourcen, erklärte, dass Südafrika innerhalb von zehn Monaten umfassend eine Datenbank für Bergbaurechte (das sogenannte Kataster) einführen werde. Dieses Online-Register dient der Anzeige von Abbaurechten und Explorationsrechten; seine langjährige Verzögerung hatte Investoren enttäuscht.

Mbele sagte auf einer Konferenz in Johannesburg, die Regierung habe sich zum Ziel gesetzt, bis Ende März 2027 alle neun Provinzen Südafrikas in die Datenbank aufzunehmen. Derzeit seien nur Daten aus der Westkap-Provinz in das System eingeflossen, der Provinz mit der geringsten Bergbautätigkeit in Südafrika.

Südafrika ist ein bedeutender Produzent von Gold, Eisenerz, Kohle und Platingruppenmetallen. Obwohl das Land weiterhin der führende Mineralienexporteur auf dem afrikanischen Kontinent ist, verzeichnen Länder wie Guinea, Simbabwe und die Demokratische Republik Kongo ein schnelleres Wachstum im Bergbausektor und mehr Transaktionen. Mbele wies darauf hin, dass Südafrika eine lange Geschichte des kommerziellen Bergbaus habe und eine große Menge vorhandener Daten aus Altsystemen in die neue Datenbank migriert werden müsse – eine Herausforderung, mit der viele andere Länder nicht in diesem Ausmaß konfrontiert seien.

Im Januar 2024 beauftragte die südafrikanische Regierung ein Konsortium mit der Erstellung des neuen Systems. Zu den wichtigsten im Land tätigen Bergbauunternehmen gehören Valterra Platinum Ltd., Exxaro Resources Ltd. und Gold Fields Ltd. Die Einrichtung dieser Datenbank gilt als besonders wichtig, um Investitionen in kleine und Explorationsbergbauunternehmen anzukurbeln.

Am selben Dienstag kritisierte der Minerals Council South Africa auf derselben Veranstaltung die neue Industriestrategie des Ministeriums für Handel, Industrie und Wettbewerb. Die Lobbygruppe bemängelte insbesondere Vorschläge zur Einführung von Zöllen und Quoten auf Chromerzexporte sowie die Empfehlung, Bedingungen zur Aufbereitung (d. h. Weiterverarbeitung) in die Vergabe von Bergbaulizenzen einzubeziehen. Dies könnte künftige Investitionen in die Mineralexploration und den Abbau beeinträchtigen.

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