Spanisches Sateliot und brasilianisches CPQD schließen Satelliten-IoT-Test auf dem Land ab
2026-06-11 09:36
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de.wedoany.com-Bericht: Das spanische Satelliten-IoT-Unternehmen Sateliot hat gemeinsam mit dem brasilianischen Zentrum für Telekommunikationsforschung und -entwicklung (CPQD) eine Machbarkeitsstudie abgeschlossen, die es ermöglicht, IoT-Geräte ohne spezielle Ausrüstung oder Adapter direkt mit Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen zu verbinden. Die erste Anwendung konzentriert sich auf die Rinderverfolgung im ländlichen Brasilien.

Weder Türme noch Antennen: Sateliot und CPQD setzen auf Satellitenverbindung für das ländliche Brasilien

Die Vernetzungsprobleme im ländlichen Brasilien werden oft auf Infrastrukturdefizite zurückgeführt, wie fehlende Glasfaserkabel, Sendemasten oder sogar Straßen. Sateliot ist der Ansicht, dass der Schlüssel in der traditionellen Netzaufbaumethode liegt. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben die „erste Satellitenkonstellation in niedriger Erdumlaufbahn, die dem globalen Telekommunikationsstandard 3GPP entspricht“. 3GPP ist das Gremium, das für die Festlegung globaler Mobilfunknetzstandards zuständig ist. Diese Machbarkeitsstudie wurde in Gebieten ohne Mobilfunkabdeckung durchgeführt und markiert die erste kommerzielle Konnektivitätsdemonstration in einem nicht-terrestrischen Netzwerk (NTN) in Brasilien.

Gianluca Redolfi, Commercial Director bei Sateliot, erklärte, dass die technische Validierung gezeigt habe, dass dies unter realen Bedingungen funktioniere und mit Standardgeräten sowie der vorhandenen Infrastruktur der Betreiber umgesetzt werden könne. Er wies darauf hin, dass die Satellitenkonstellation in niedriger Erdumlaufbahn (LEO) wie „Sendemasten im Weltraum“ fungiere und die Mobilfunkabdeckung auf nicht modifizierte kommerzielle IoT-Geräte ausweiten könne. Im Gegensatz zu Satelliten-Internetdiensten wie Starlink entfällt bei dieser Technologie die Notwendigkeit von Antennen oder speziellen Verbindungsgeräten. Redolfi schätzt, dass diese Eigenschaft die Einstiegshürden für Anwendungen in Branchen wie Landwirtschaft, Logistik, Bergbau, Öl und Gas sowie Umweltüberwachung in abgelegenen Gebieten senken könnte.

Gustavo Lima, Direktor für Innovation und Technologie bei CPQD, erklärte, dass etwa 23 % des brasilianischen Territoriums von Mobilfunknetzen abgedeckt seien, der Rest könne als „digitale Wüste“ betrachtet werden. Vor diesem Hintergrund wurde die erste Anwendung für die Rückverfolgbarkeit von Rindern entwickelt. Brasilien hat über 230 Millionen Rinder, und der Bedarf an Rückverfolgbarkeit steigt aufgrund von Hygiene- und Umweltauflagen. Lima schätzt, dass Viehzüchter, die die Herkunft ihrer Tiere nachweisen können, einen Aufpreis von 100 bis 300 Real pro Tier erzielen können. CPQD entwickelt derzeit Prototypen, die von der brasilianischen Industrie in Produkte umgesetzt werden sollen, beispielsweise Ohrmarken, die eine Verbindung zu Satelit-Satelliten herstellen können. Neben der Viehwirtschaft werden auch Logistik, Umweltüberwachung, Staudammkontrolle, Brandbekämpfung, Energieinfrastruktur, Bergbau sowie Öl- und Gasbetriebe als vorrangige Märkte betrachtet. Lima ist der Ansicht, dass der Schlüssel dieser Technologie in der drastischen Senkung der Satellitenkommunikationskosten liegt, wodurch bisher wirtschaftlich nicht realisierbare Projekte in Geschäftsmöglichkeiten umgewandelt werden. Sateliot plant, den kommerziellen Betrieb in Brasilien zwischen September und Oktober dieses Jahres aufzunehmen.

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