de.wedoany.com-Bericht: Ford arbeitet mit Renault zusammen und plant, in Europa ein kleines Elektroauto auf Basis der Renault AmpR Small-Plattform auf den Markt zu bringen. Das Modell könnte den klassischen Namen „Fiesta“ wiederbeleben und ist Teil der Ford-Strategie „Ready Set Ford“. Ziel ist es, bis Ende 2029 fünf neue Pkw-Modelle sowie mehrere Nutzfahrzeuge einzuführen, um Fords Marktanteil in Europa zu vergrößern.

Ford hatte in Europa aufgrund von Geschäftsrückgängen den Verkauf traditioneller Modelle wie Fiesta und Focus eingestellt. Nun kehrt das Unternehmen mit einem geteilten Technologiepartner – der AmpR Small-Architektur – in das Segment der Kleinwagen zurück. Diese Plattform wird bereits im Renault 5 E-Tech, Alpine A290 und dem neuen Nissan Micra eingesetzt. Jim Baumbick, Präsident von Ford Europa, erklärte im Interview mit Auto Express, dass bei der Partnerwahl die kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform berücksichtigt wurde. Ford werde darauf aufbauend das Fahrverhalten, das Design und die Marktpositionierung des Modells eigenständig festlegen, um eine Differenzierung zu den Renault-Modellen zu gewährleisten.
Ford erwartet, dass dieses elektrische B-Segment-Kleinwagenmodell ab 2028 in Europa auf den Markt kommt. Obwohl das Projekt allgemein als „elektrischer Fiesta“ angesehen wird, hat Ford noch nicht offiziell bestätigt, dass der zukünftige elektrische Fließheckwagen diesen Namen tragen wird. Das Projekt basiert nicht auf dem in Märkten wie Brasilien verkauften Fiesta, sondern auf einem elektrifizierten Konzept mit einer modernen Plattform, die auf urbane Pendler-Effizienz ausgelegt ist.

Hinsichtlich der Reichweite bietet der direkte Vergleich mit dem plattformgleichen Renault 5 E-Tech die beste Referenz. Dieses Fahrzeug ist mit einem 40-kWh- oder 52-kWh-Akku erhältlich; die Version mit höherer Kapazität erreicht im WLTP-Zyklus eine Reichweite von bis zu 410 km. Ford hat jedoch noch keine Angaben zu Leistung, Akku, Reichweite, Preis oder Ausstattungsvarianten des Kleinwagens gemacht, sodass Vergleiche nur auf Basis der Plattformtechnik und Daten bereits erhältlicher Modelle möglich sind. Zudem verfügt die Plattform aufgrund des Alpine A290, der mit dem Renault 5 auf derselben Serie basiert und in der Spitzenversion 220 PS leistet, über das technische Potenzial für eine Sportversion.
Ford hat eine tiefe historische Verbindung zu Rallye- und Sportwagen, insbesondere bei den abgeleiteten Versionen des Fiesta. Bislang hat Ford jedoch nicht klargestellt, ob diese Leistungsrichtung auf das mit Renault kooperierende Elektro-Kleinwagenmodell übertragen wird. Der anfängliche Fokus von Ford liegt weiterhin darauf, die europäischen Emissionsvorschriften zu erfüllen und Marktanteile im regionalen Wettbewerb zu sichern, während einige Produktlinien weiterhin Hybridoptionen anbieten werden. Für den brasilianischen Markt hat Ford die lokale Produktion bereits 2021 eingestellt; das aktuelle Portfolio konzentriert sich auf Pick-ups, SUVs und Importfahrzeuge. Es gibt derzeit keine offiziellen Pläne für eine Markteinführung des elektrischen Fiesta in Brasilien.
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