Kanton Graubünden startet Ausschreibungsverfahren für Photovoltaik-Projekte an Stützmauern
2026-06-11 10:04
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de.wedoany.com-Bericht: Der Kanton Graubünden hat kürzlich ein Ausschreibungsverfahren für Photovoltaik-Projekte an Stützmauern gestartet. Das kantonale Technische Amt lädt Gemeinden, Energieversorger und andere Institutionen ein, diese Anlagen zu planen, zu finanzieren, zu bauen und zu betreiben.

Die Initiative geht auf die im Dezember 2024 vom Großen Rat verabschiedete „Mazzetta-Motion" zurück, die eine „Solaroffensive" an kantonalen Straßeninfrastrukturen fordert, um das Solarpotenzial von Stützmauern und anderen geeigneten Flächen systematisch zu bewerten und zu nutzen. Die 50 betroffenen Stützmauern wurden anhand von Kriterien wie Installationspotenzial, strukturelle Merkmale, Geometrie und verfügbare Fläche, Betriebsbedingungen wie Winterwartung, Ausrichtung und Azimut sowie Entfernung zum Einspeisepunkt ausgewählt. Die ausgewählten Teilnehmer sind für die Planung, Finanzierung, den Bau, den Netzanschluss, den Betrieb, die Wartung und den endgültigen Rückbau über den gesamten Lebenszyklus des Projekts verantwortlich.

Das Ausschreibungsverfahren gliedert sich in sechs Phasen: Interessenbekundung, Standortbesichtigung, Einreichung von Angeboten, Standortzuweisung, Nutzungsrechtsvergabe und Baugenehmigung. Die erste Frist für Interessenbekundungen endet am 31. August 2026, die Standortbesichtigungen sind für Mitte September bis Ende Oktober 2026 vorgesehen. Der Kanton Graubünden weist darauf hin, dass es sich bei diesem Verfahren nicht um einen öffentlichen Beschaffungsvertrag handelt. Die autorisierten Teilnehmer erhalten das ausschließliche Recht, einen Teil der öffentlichen Infrastruktur für die Solarstromproduktion zu nutzen, jedoch werden keine öffentlichen Funktionen übertragen oder wirtschaftliche Entschädigungen durch den Kanton gewährt.

Gleichzeitig wird das kantonale Technische Amt weiterhin an Standorten, die kosteneffizient sind und eine lokale Stromnutzung ermöglichen, direkt Photovoltaikanlagen installieren, um den Strombedarf der kantonalen Straßeninfrastruktur zu decken. Diese Maßnahme entspricht dem aktuellen Branchentrend, bestehende Infrastrukturen für die Photovoltaik-Nutzung zu erschließen, die Flächeninanspruchnahme zu reduzieren und die lokale Erzeugung erneuerbarer Energie zu steigern.

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