AMD erwartet Normalisierung des DDR5-RAM-Marktes bis 2028
2026-06-11 14:02
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de.wedoany.com-Bericht: Die Preise für DDR5-Arbeitsspeicher werden voraussichtlich erst 2028 wieder das normale Niveau erreichen – so die aktuelle Einschätzung eines AMD-Managers. Gleichzeitig plant Lenovo, das gerade erst die Krise bei Speicher und Komponenten hinter sich hat, eine erneute Preiserhöhung für seine PCs.

Ein niedergeschlagener Mann versteckt seinen Kopf unter einem aufgeklappten Laptop

VideoCardz hat ein Interview von 4Gamers mit David McAfee auf der Computex 2026 in Taipeh veröffentlicht. McAfee ist Vice President und General Manager der Abteilungen AMD Ryzen CPU und Radeon Graphics. Angesprochen auf die Speicherknappheit prognostizierte McAfee, dass sich die Preise „in den kommenden Jahren langsam erholen" würden, DDR5-RAM jedoch noch etwa zwei Jahre benötige, um wieder ein normales Preisniveau zu erreichen.

Berichten zufolge plant Lenovo, die Preise für Desktop-Computer und Laptops auf dem chinesischen Markt im Juli um etwa 150 US-Dollar anzuheben. Diese Preiserhöhung gilt für alle von Lenovo vertriebenen Produktlinien. Obwohl es sich derzeit nur um ein Gerücht handelt, besteht die Möglichkeit, dass in anderen Regionen ähnliche oder sogar höhere Kostensteigerungen umgesetzt werden.

Eine junge Frau sitzt auf dem Boden, umklammert ihren Laptop und kaut an ihren Fingernägeln – angespannt und ängstlich

McAfees Einschätzung deckt sich weitgehend mit der Analyse, die eine allmähliche Entspannung der Speicherkrise bis 2028 vorhersagt. Jensen Huang, CEO von Nvidia, hingegen glaubt, dass die Speicherkrise „mehrere Jahre" andauern werde, was darauf hindeutet, dass die schlimmste Phase möglicherweise erst 2029 oder 2030 endet. Andere vermuten, dass die hohe Volatilität der Speicherpreise bis 2030 anhalten könnte.

Der chinesische Speicherchip-Hersteller Changxin Memory Technologies baut seine DDR5-Produktionskapazitäten aus, was Hoffnung auf eine Entspannung der Speicherknappheit gibt. McAfee erwähnte dies in dem Interview, doch Jensen Huang und andere zeigen sich davon unbeeindruckt. Die zukünftige Entwicklung des Speichermarktes hängt maßgeblich von der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) ab. Der Speicherbedarf im KI-Bereich wird auf vielfältige Weise wachsen, und kurzfristig sind weder ein Rückgang der KI-Nachfrage noch eine wesentliche Entlastung durch technologische Innovationen absehbar. Die aktuelle Preiserhöhung von Lenovo ist nicht die erste. Der Computergigant hatte die Preise für PCs bereits Anfang dieses Jahres angehoben. Diese Verteuerung treibt die Kosten für Laptops und Desktop-Computer aufgrund der Speicherkrise weiter in die Höhe. PC-Hersteller könnten mit ähnlichem Preisdruck konfrontiert werden.

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