2026 nutzen 46 % der russischen Unternehmen KI in der Cloud oder testen sie
2026-06-11 14:02
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de.wedoany.com-Bericht: Laut der gemeinsamen Studie „Cloud-Trends im russischen Unternehmenssektor 2026" von VK Tech, Apple Hills Digital, Cloud.ru und Selectel nutzen 46 % der russischen Unternehmen Künstliche Intelligenz in der Cloud, führen Pilotprojekte durch oder planen, innerhalb des nächsten Jahres damit zu beginnen. Davon haben 35 % ihr KI-Budget erhöht. Diese Ausgabensteigerung hat die Cybersicherheit überholt und ist zum primären Wachstumsbereich der IT-Investitionen geworden.

Bild von 123rf.com

Der Bericht zeigt, dass jedes vierte Unternehmen (24 %) bereits KI-Workloads in der Cloud ausführt, während weitere 22 % Pilotprojekte durchführen oder innerhalb eines Jahres damit beginnen werden. Die gängigste Methode ist Open-Source-Model-as-a-Service, die von 37 % der Cloud-Anbieterkunden genutzt wird und damit vorgefertigte KI-Dienste in SaaS übertrifft. Es folgen Cloud-KI-Agenten und nachtrainierte große Sprachmodelle (LLM) mit jeweils 27 %. Darüber hinaus entscheiden sich 36 % der Unternehmen aufgrund vorgefertigter Modelle und Dienste für die Cloud, während 32 % die Geschwindigkeit von Experimenten schätzen.

Anatoli Trifonow, Leiter der Cloud-Dienstabteilung der Onlanta GmbH (ООО 'Онланта') der Lanit-Gruppe (ГК 'Ланит'), erklärte, dass die Tendenz von Unternehmen, KI in der Cloud zu nutzen, vor allem auf wirtschaftlicher und technischer Vernunft beruhe. Das Training und der Betrieb moderner KI-Modelle erfordern enorme Rechenleistung, und für die meisten Unternehmen ist der Kauf und die Wartung eigener Server unrentabel. Die Cloud löse dieses Problem durch ein „Pay-as-you-go"-Modell für Rechenleistung, was besonders für teure und experimentelle KI-Projekte wichtig sei.

Dmitri Demidow, Leiter des Innovationslabors der Norbit GmbH (ООО 'Норбит') der Lanit-Gruppe, wies darauf hin, dass die Cloud eine ideale Umgebung für KI biete, da Projekte sofort gestartet werden könnten und Hardware-Rechenleistung oder sogar vorgefertigte integrierte Software-Hardware-Lösungen verfügbar seien. Gleichzeitig sei es einfacher, Geräte zu aktualisieren und die Konfiguration an aktuelle Anforderungen und Auslastungen anzupassen. Die Cloud eigne sich am besten für Pilotprojekte: Nach der Validierung von Hypothesen könne man entweder weitermachen oder die Nutzung einstellen.

Juri Tschulin, Technischer Direktor der MD Audit GmbH (ООО 'МД Аудит') der Softline-Gruppe, ist der Ansicht, dass KI zum primären Wachstumsbereich der IT-Budgets geworden sei und sogar die Cybersicherheit überholt habe. Der Schlüssel zu weiterem Wachstum liege im Übergang von Experimenten zur skalierbaren Verbreitung erfolgreicher Anwendungsfälle. Sobald erste Projekte in Bereichen wie Analyse oder Automatisierung ihre wirtschaftliche Effizienz nachgewiesen hätten, würden sie schnell unternehmensintern und branchenweit verbreitet.

Die Nachfrage nach professionellem Support übersteigt das Angebot. 41 % der Unternehmen beziehen lediglich die KI-Recheninfrastruktur vom Anbieter und setzen sie selbst ein, während nur 10 % aktiv mit dem Anbieter zusammenarbeiten. Unternehmen benötigen nicht nur GPU-Rechenleistung, sondern auch vorgefertigte Modelle mit Bereitstellungsunterstützung – ein Bedarf, der noch nicht gedeckt ist.

Die Studie zeigt außerdem, dass 65 % der Unternehmen ihr IT-Budget im Jahr 2026 erhöht haben. 58 % der Unternehmen arbeiten mit zwei oder mehr Cloud-Anbietern zusammen, aber 57 % verwalten ihre Multi-Cloud-Umgebungen manuell. Nur jedes zehnte Unternehmen verfügt über eine ausgereifte Praxis des Cloud-Kostenmanagements. Die Zuverlässigkeit der Infrastruktur bleibt das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Anbieters, aber in den nächsten zwei Jahren werden FinOps-Tools und KI/ML-Plattformen an Bedeutung gewinnen. Alexei Korulin, Leiter der Abteilung für Produkt- und Architekturlösungen der Linx Cloud GmbH (ООО 'Связь ВСД'), erklärte, je mehr Dienste ein Unternehmen benötige, desto schwieriger sei es für einen einzelnen Anbieter, alle Anforderungen zu erfüllen. Daher begännen Unternehmen, „Cloud-Portfolios" für spezifische Aufgaben aufzubauen.

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