Bosch fokussiert sich 2026 auf Roboterkomponenten – Ziel: Milliardenumsatz
2026-06-11 15:05
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de.wedoany.com-Bericht: Die Bosch-Gruppe hat angekündigt, die Wachstumschancen der Robotikbranche aktiv zu nutzen und sich auf die Lieferung von Kernkomponenten und Systemlösungen zu konzentrieren, mit dem Ziel, ein Geschäftsvolumen im Milliarden-Euro-Bereich zu erschließen. Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bosch-Gruppe, erklärte auf dem Bosch Connected World Kongress in Berlin, dass Kerntechnologien wie Präzisionssensoren, Software und effiziente Elektroantriebe nicht nur die Grundlage des autonomen Fahrens bilden, sondern auch die entscheidende Stütze moderner Robotik darstellen. Mit dem rasanten Aufstieg der humanoiden Roboterindustrie wächst die Nachfrage nach Bosch-Komponenten und -Lösungen kontinuierlich.

Demonstrator eines Manipulators

Bosch positioniert sich nicht als Hersteller kompletter humanoider Roboter, sondern als Technologieanbieter und Partner, der Technologien für das „intelligente Gehirn" und das „Nervensystem" bereitstellt. Dr. Tanja Rueckert, Mitglied der Geschäftsführung und Chief Digital Officer der Bosch-Gruppe, wies darauf hin, dass die offene ctrlX AUTOMATION-Plattform von Bosch die Robotik modularer, schneller integrierbar und einfacher anwendbar mache und bereits Kunden dabei geholfen habe, fahrerlose Transportsysteme mit hochpräzisen Roboterarmen zu kombinieren. Für die präzise Handhabungsfähigkeit von Robotern sind MEMS-Sensoren (Mikroelektromechanische Systeme) entscheidend. Bosch ist der weltweite Marktführer in diesem Bereich. Laut dem „MEMS Industry Report 2025" von Yole Group wird der Markt bis 2030 auf über 19,2 Milliarden US-Dollar wachsen, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 4 %. Dr. Hartung merkte an, dass der menschliche Körper über 4 Millionen Tastsensoren verfüge; würde man eine gleiche Anzahl von Robotern herstellen, reiche die weltweite Jahresproduktion von Sensoren in vier Jahren nur für 12.500 Roboter – was das enorme Potenzial der Branche verdeutliche.

Bosch treibt die Entwicklung von Automatisierung und Robotik voran

Um die Technologieeinführung zu beschleunigen, setzt Bosch auf eine Kombination aus interner Innovation und offener Ökosystem-Zusammenarbeit. Es wurde eigens die Robert Bosch Robotik GmbH gegründet und strategische Partnerschaften vertieft. Zu den Partnern gehören Neura Robotics, das britische Unternehmen Humanoid sowie mehrere Start-ups aus China und den USA. Das Anfang dieses Jahres gegründete Bosch China Robotics Center koordiniert bereits die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und treibt die Kommerzialisierung von Embodied-AI-Technologien voran. Im Bereich der Kernkomponenten bietet Bosch Rexroth ein vollständiges Produktportfolio, darunter hochpräzise Motoren, Servoantriebe und die ctrlX AUTOMATION-Plattform, und kann Roboterhersteller zudem mit Fördersystemen und anderen Fabrikausrüstungen unterstützen.

Künstliche Intelligenz wird als Kernkompetenz für die technologische Weiterentwicklung betrachtet. Bosch hat KI in seine Unternehmensstrategie integriert und setzt sie in zwei Hauptrichtungen um: Bereitstellung von Cloud-KI-Modellen und Anwendung in den eigenen Produktionssystemen. Die Grundlage für die KI-Systeme bilden die enormen Datenmengen, die in den weltweit über 230 Bosch-Werken gesammelt werden. Tanja Rueckert betonte, dass die Kernkompetenz nicht nur in der Hardware liege, sondern vor allem in den Daten, die durch das globale Produktionsnetzwerk gewonnen werden. Bosch setzt zudem Datenerfassungsanzüge ein, um komplexe Bewegungsabläufe für das Robotertraining aufzuzeichnen; diese Technologie wird bereits in Kooperationsprojekten mit Neura Robotics eingesetzt.

70 % der Befragten halten KI für entscheidend für die zukünftige Entwicklung

Laut der Umfrage „Bosch Tech Compass" unter über 11.000 Befragten in sieben Ländern weltweit glaubt die Mehrheit, dass Künstliche Intelligenz die einflussreichste und vielversprechendste Technologie der Zukunft sein wird; 70 % der Befragten halten diese Technologie für entscheidend für die zukünftige Entwicklung.

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