Brasilianischer ONS plant Umsetzung eines Erzeugungsreduzierungsplans bis Ende 2026
2026-06-12 08:57
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de.wedoany.com-Bericht: Der brasilianische nationale Stromnetzbetreiber (ONS) plant, bis Ende 2026 einen regionalen Erzeugungsreduzierungsplan (ERAG) umzusetzen, um die Betriebssicherheit des Stromnetzes zu erhöhen. Diese Maßnahme soll dem System einen zusätzlichen Schutz bieten, wenn eine Reduzierung der Stromerzeugung erforderlich ist, um Netzrisiken zu vermeiden. Sumara Ticom, Exekutivberaterin der Planungsabteilung des ONS, stellte den Plan am 10. Juni bei der von MegaWhat veranstalteten Veranstaltung „Aquecimento MinutoMega Talks“ in Rio de Janeiro vor.

Letícia Dantas von Energisa, Mateus Cavaliere von PSR und Sumara Ticom vom ONS nehmen am 11. Juni 2026 an der Diskussionsrunde „Aquecimento do MinutoMega Talks“ in Rio de Janeiro teil.

Sumara erklärte, dass die Funktionslogik des ERAG der des regionalen Lastreduzierungsplans (ERAC) ähnelt, der in Notfällen durch das Abschalten von Verbraucherblöcken großflächige Stromausfälle verhindert. Der ERAG hingegen zielt auf die Erzeugungsseite ab. Wenn ein Befehl zur Erzeugungsreduzierung von einem Agenten oder einem Stromhändler nicht ausgeführt wird und dies zu einem Risiko eines Frequenzanstiegs im System führen könnte, bietet der Plan dem Betreiber einen zusätzlichen Schutz. Sumara betonte, dass diese Maßnahme Teil der Diskussion über die Anwendung von Innovation, Daten, Flexibilität und neuen Betriebsmodellen sei. Aus Sicht des Betreibers stehe die Flexibilitätsagenda in direktem Zusammenhang mit der Verbesserung der Beobachtbarkeit und Steuerbarkeit des Netzes, insbesondere vor dem Hintergrund des schnellen Wachstums der dezentralen Erzeugung.

Der ONS arbeitet derzeit daran, die Integration von Systembetrieb und Stromverteilung in mehreren Bereichen zu verstärken. Zu den konkreten Maßnahmen gehören die Schaffung einer regulatorischen Sandbox, die Unterstützung der nationalen Stromenergiebehörde (Aneel) bei der Überarbeitung der Verteilungsverfahren (Prodist) zur Koordinierung mit dem Basisnetz, die Änderung der Netzbetreiberprogramme sowie die Durchführung von Studien zur Verbesserung der Sichtbarkeit der Grenzen zwischen Verteilung und Basisnetz. Der ONS beabsichtigt außerdem, die Überwachung von Kraftwerken mit einer Leistung von mehr als 5 Megawatt zu verlangen, da die dezentrale installierte Kapazität bereits groß genug sei, um nicht mehr als systemexterner Faktor betrachtet zu werden. Darüber hinaus untersucht die Behörde Rückwärtsflüsse an den Grenzen des Basisnetzes, um potenzielle Probleme für das Netz zu identifizieren und die Entwicklung der dezentralen Erzeugung entsprechend zu lenken.

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