Brasilianischer Energiekonzern Energisa stoppt Genehmigung neuer kleiner dezentraler Erzeugungsanlagen in gesättigten Netzgebieten
2026-06-12 08:57
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Energisa hat die Genehmigung neuer kleiner dezentraler Erzeugungsprojekte in Gebieten ausgesetzt, in denen das Stromnetz gesättigt ist oder Schwierigkeiten hat, mit umgekehrten Lastflüssen umzugehen.

Photovoltaik-Solarmodule - Mikroerzeugung - GD - Mikro-GD - Bildquelle: SunVolt

Fernando Maia, Vizepräsident für Regulierung und institutionelle Beziehungen bei Energisa, erklärte auf der von MegaWhat am 10. Juni in Rio de Janeiro veranstalteten Veranstaltung „Aquecimento MinutoMega Talks", dass sich die Maßnahme nur auf die Genehmigung neuer Projekte beziehe und bereits unterzeichnete Genehmigungen und Verträge nicht betroffen seien. Ziel sei es, eine weitere Verschärfung der Probleme in Gebieten zu vermeiden, in denen das Verteilnetz die Einspeisung von Strom aus dezentraler Erzeugung nur schwer aufnehmen kann.

Maia wies darauf hin, dass die Bundesstaaten Mato Grosso, Acre und Rondônia Gebiete mit Problemen bei der Stromkapazität seien. Energisa habe in einigen Konzessionsgebieten für die Stromverteilung die Genehmigung neuer dezentraler Erzeugungsprojekte, insbesondere kleiner Systeme, gestoppt. Die Aufdach-Photovoltaik sei jedoch noch nicht eingeschränkt, ihr Zubau wachse weiterhin mit etwa 60 Megawatt pro Monat.

Maia erklärte, dass die durch übermäßige Stromerzeugung am Tag und den Bedarf am Abend und in der Nacht entstehende „Entenkurve" in den kommenden Jahren noch steiler werde. Neben systemischen Problemen gebe es in einigen Gebieten auch lokale Engpässe, die es erschwerten, den aus dem Verteilnetz eingespeisten Strom zurück ins Hauptnetz zu leiten. Er ist der Ansicht, dass die Branche mit Unterstützung von Regulierungsbehörden, Forschungseinrichtungen, der EPE (Energieforschungsgesellschaft) und des ONS (Nationaler Stromsystembetreiber) Maßnahmen ergreifen müsse, um in bereits gesättigten Gebieten schneller zu handeln.

In einer Diskussion über die Flexibilität des Stromsystems vertrat Maia die Auffassung, dass die Lösung nicht allein auf das Hauptnetz oder den zentralisierten Kapazitätseinkauf setzen dürfe, sondern auch Instrumente umfassen müsse, die auf der Ebene des Verteilnetzes wirken könnten. Die Verteilnetzbetreiber müssten ihre Fähigkeiten zur Überwachung und Steuerung des Verteilnetzes ausbauen, um mit Ressourcen wie dezentraler Erzeugung, Batterien und flexiblen Lasten umzugehen. Daher sollten die Verteilnetzbetreiber beginnen, als lokale Systembetreiber zu agieren, was der Diskussionsrichtung zum DSO (Verteilnetzsystembetreiber) entspreche. Maia sagte: „Der ONS ist der große Dirigent des Systems, aber jetzt braucht jede Region einen assistierenden Dirigenten." Energisa sei dabei, fortschrittliche Systeme zur Verbesserung der Netzverwaltung zu installieren und habe bereits Flexibilitätsprojekte wie Batterien, Strompreis-Sandboxes und FlexLab gestartet.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com

relevante Produkte