de.wedoany.com-Bericht: Die peruanische Regierung hat landesweit 474 Projekte priorisiert, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 7,5 Milliarden Sol (etwa 1,875 Milliarden US-Dollar), um die Infrastrukturlücke zu schließen und die dezentrale Entwicklung der Regionen zu fördern.

Das Projektpaket umfasst Infrastrukturbereiche wie Straßen, Landwirtschaft, Bildung, Gesundheitswesen, grundlegende Sanitäreinrichtungen und Abwasserprojekte. Laut der Vorstellung von Mary Rojas, Sekretärin für Dezentralisierung des Präsidiums des Ministerrates (PCM), in Loreto werden die größten geplanten Investitionen in den Bereichen Gesundheit, Verkehr und Kommunikation, Bildung, landwirtschaftliche Entwicklung und Bewässerung sowie Wohnungsbau, Bauwesen und Abfallwirtschaft konzentriert sein.
Die Infrastrukturlücke Perus wird auf über 100 Milliarden US-Dollar geschätzt, mit Defiziten bei Straßen, Energie, Logistik sowie grundlegenden Dienstleistungen wie Trinkwasser, Gesundheitsversorgung und Bildung. Um dieses Defizit zu beheben, sieht der nationale Infrastrukturplan 2026–2031 Investitionen in Höhe von 144,117 Milliarden Sol vor, wobei verschiedene Finanzierungsmodelle eingesetzt werden, um die Finanzierungsquellen zu erweitern und Projektbarrieren zu beseitigen. Der Plan unterteilt das Land in vier Makroregionen: Norden, Mitte, Lima-Callao und Süden.
Zu den Schlüsselprojekten gehören die U-Bahn-Linie 2 in Lima, der Industriepark Ancón, das dritte Bauprojekt Chavimochic, die Zentralstraße, der vierte Abschnitt der Längsstraße im Hochland, die Umgehungsstraße von Lima und das zweite Bauprojekt Majes-Siguas. Darüber hinaus gibt es Projekte wie die Modernisierung der Straße Yungay-Yanama (Region Ancash) und die Sanierung des Einzugsgebiets des Flusses Rímac, die darauf abzielen, die Anfälligkeit zu verringern und die Widerstandsfähigkeit der Regionen gegenüber Klimaereignissen zu stärken.
Die Bekanntgabe der Priorisierung der 474 Projekte erfolgt in einer Zeit politischer Spannungen, da das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen vom 7. Juni noch nicht bekannt gegeben wurde. Nach Angaben des Nationalen Amtes für Wahlverfahren (ONPE) erhielt Keiko Fujimori bei 98,21 % der ausgezählten Stimmen 50,002 % und Roberto Sánchez 49,998 %, ein Unterschied von nur 651 Stimmen. Das endgültige Ergebnis muss vom Nationalen Wahlgericht festgestellt werden, das die angefochtenen Stimmzettel prüfen muss, bevor es den Gewinner bekannt geben kann.
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