Dassault Systèmes stellt KI-Simulationsstrategie vor: Konstruktionszyklus auf 4 Stunden verkürzt
2026-06-12 14:33
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de.wedoany.com-Bericht: Die Simulationsmarke SIMULIA von Dassault Systèmes hat auf dem SIMULIA-Anwendertag 2026 eine Strategie vorgestellt, die künstliche Intelligenz umfassend in die Produktentwicklung integriert. CEO Michel Ashe nannte drei Schwerpunkte: Stärkung der physikalischen Analysefähigkeiten, Aufwertung der MODSIM-Plattform und Leistungssteigerung beider Bereiche durch KI.

Die physikalische Analyse wird durch Verbesserungen der Solver gestärkt. Zu den SIMULIA-Solvern gehören Abaqus, PowerFLOW, CST Studio Suite, Simpack und andere. In Zusammenarbeit mit NVIDIA wurde die Geschwindigkeit GPU-basierter Solver um das 3- bis 25-fache gesteigert. MODSIM integriert Modellierungs- und Simulationsfunktionen in einer einzigen 3DEXPERIENCE-Plattform und ermöglicht so die gleichzeitige Validierung von Konstruktionen. Am Beispiel von Ford verkürzte sich die Produktentwicklungszeit von 40 auf 4 Stunden.

Der Einsatz von KI wird die Leistung von MODSIM und den Solvern weiter verbessern. Diese Strategie erstreckt sich auf die 3D UNIV+RSES-Vision, die den gesamten Lebenszyklus von Simulationsprodukten – von Design, Fertigung, Nutzung bis hin zum Recycling – abdeckt. Zu den Zielen gehören die Verkürzung der Markteinführungszeit, Kostensenkung und Minimierung der Umweltauswirkungen. Die Simulation umfasst nicht nur Produktstürze oder Verformungen, sondern auch Roboterproduktion, das Eingreifen von Zulieferteilen und Recyclingprozesse.

Auf Bedenken, dass Nichtfachleute Simulationsergebnisse falsch interpretieren und zu Fehlentscheidungen führen könnten, antwortete Ashe, dass dies durch ein rollenbasiertes Management in Phasen bewältigt werden könne. Niedrigrisikoaufgaben würden von Nichtfachleuten mit Hilfe KI-gestützter virtueller Assistenten erledigt, die das physikalische Verhalten von Produkten anhand festgelegter Kriterien prüfen. Hochrisikobereiche würden von Fachleuten validiert und zertifiziert, um die Einhaltung von Sicherheitsstandards und Zertifizierungsanforderungen zu gewährleisten. Fachleute seien auch für die Einrichtung von Werkzeugen und Arbeitsabläufen sowie für die Schaffung von Leitplanken verantwortlich, die eine korrekte Nutzung durch Nichtfachleute sicherstellen. So könnten sich Fachleute auf wertvollere Arbeiten konzentrieren, die zuvor aufgrund der Überlastung mit einfachen Geschäften nicht möglich waren.

Um die Wirkung der KI-Simulation zu demonstrieren, müssten Kundenunternehmen ihre Datenspeicherung und Arbeitsweise ändern. Mit der rasanten Entwicklung der KI seien auch grundlegende Veränderungen der Arbeitsabläufe erforderlich. Die derzeitige menschenzentrierte Datenspeicherung führe zu einer Anhäufung von Dateien, die schwer auffindbar seien. Empfohlen werde eine offenere Speicherstruktur, die es der KI ermögliche, gleichzeitig auf mehrere Speicher zuzugreifen und die benötigten Daten abzurufen – hin zu weniger Privatisierung und mehr gemeinsamer Nutzung bei der Datenspeicherung.

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