Ohmvo aus Spanien bringt ultradünne Silikonheizungen auf den Markt, um die Kälteleistung von Bahnbatterien zu sichern
2026-06-15 14:36
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de.wedoany.com-Bericht: Der spanische Hersteller von Heizlösungen Ohmvo hat ultradünne Silikonkautschuk-Heizungen vorgestellt, die die Leistungsminderung von Bahnbatteriepacks bei niedrigen Temperaturen beheben sollen. Die Technologie ist nur 0,5 bis 1 Millimeter dick und kann direkt zwischen Batteriemodule integriert oder auf die Wände des Batteriekastens laminiert werden. Sie ermöglicht eine gleichmäßige Wärmeübertragung ohne nennenswerte Gewichtszunahme und vermeidet die bei starren Heizungen häufig auftretenden Hotspots. Derzeit arbeitet Ohmvo mit mehreren Erstausrüstern zusammen, um seine Produkte in neue energiespeichernde Zugkonstruktionen zu integrieren.

Die Elektrifizierung der Eisenbahn beschleunigt sich. Modelle wie der Urbos-Plattform von CAF, der FLIRT Akku und KISS Akku von Stadler sowie der Coradia iLint von Alstom sind auf leistungsstarke Batteriepacks angewiesen, um einen fahrleitungslosen Betrieb oder einen Hybridantrieb zu ermöglichen. Allerdings verlangsamen sich die elektrochemischen Reaktionen von Lithium-Ionen-Batterien bei niedrigen Temperaturen erheblich: Sinkt die Umgebungstemperatur unter -20 °C, kann die nutzbare Energie des Batteriepacks weniger als 60 % des Nennwerts betragen, was sich direkt auf die Traktionsleistung und die Reichweite auswirkt. Wiederholtes Laden und Entladen bei Kälte beschleunigt zudem die Batteriealterung und verkürzt die Lebensdauer. In Nordeuropa und Bergregionen sinken die Temperaturen bei nächtlichem Abstellen im Winter oft auf -25 °C, was dazu führt, dass die Batterien beim ersten Einsatz am nächsten Morgen stark entladen sind.

Wie Silikonheizungen den normalen Betrieb batteriebetriebener Züge gewährleisten

Die Silikonkautschuk-Heizungen von Ohmvo basieren auf einem geätzten Folien-Design. Sie können hinsichtlich Wattzahl, Leistungsdichte, Abmessungen und Anschlussposition an die Geometrie des Batteriekastens angepasst werden und lassen sich mit Klebstoff oder Schrauben montieren. Die Heizungen können mit präzisen Temperatursensoren und Reglern ein geschlossenes System bilden: Sie schalten sich automatisch ein, wenn die Temperatur unter einen eingestellten Schwellenwert fällt, und aus, sobald der Batteriepack den optimalen Arbeitsbereich von 15–35 °C erreicht hat, um den Energieverbrauch zu minimieren und Überhitzung zu vermeiden. Wärmeverluste an den Rändern können durch Anpassung der Leistungsdichte ausgeglichen werden.

Wie Silikonheizungen den normalen Betrieb batteriebetriebener Züge gewährleisten

In Bezug auf Sicherheit und Konformität erfüllt die Heizung die Gefahrenstufe 3 (HL3) der europäischen Brandschutznorm für Schienenfahrzeuge EN 45545 und ist nach CE, REACH und RoHS zertifiziert. Das Silikonmaterial selbst verfügt über gute Flammschutzeigenschaften und geringe Rauchtoxizität bei minimalem Wartungsbedarf; in seltenen Fehlerfällen kann ein thermischer Schutzstrombegrenzer die Stromversorgung bei Erreichen einer bestimmten Temperatur physisch unterbrechen.

Wie Silikonheizungen den normalen Betrieb batteriebetriebener Züge gewährleisten

Mit der Förderung der Dekarbonisierung des Schienenverkehrs durch die EU bestellen Betreiber in Spanien, Deutschland, Großbritannien und den skandinavischen Ländern zunehmend Batterie- und Hybridflotten, sodass der Bedarf an zuverlässigem Kälte-Wärmemanagement weiter steigen wird. Ohmvo gibt an, dass sein ultradünnes Design, die umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten und die langfristige technische Unterstützung die Heizlösungen in die Lage versetzen, eine zuverlässige Traktion bei kaltem Wetter zu gewährleisten und gleichzeitig die Systemintegrationskomplexität zu reduzieren.

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