de.wedoany.com-Bericht: Am 12. Juni 2026 stellten Petra Berg, Ministerin für Umwelt, Klima, Verkehr und Verbraucherschutz des Saarlandes, gemeinsam mit Stadler Rail Deutschland und DB Regio am Hauptbahnhof Saarbrücken den neuen batteriebetriebenen Zug Stadler Flirt Akku vor. Die Flotte besteht aus 44 zweiteiligen Batterietriebzügen (BMU) und wird den dieselbetriebenen Verkehr auf allen Regionalstrecken ersetzen, mit Ausnahme der grenzüberschreitenden Verbindungen nach Frankreich. Derzeit werden fünf Züge getestet, und rund 300 Triebfahrzeugführer absolvieren eine Typenschulung, um sich auf die schrittweise Inbetriebnahme ab Oktober 2026 vorzubereiten.
Das Projekt stellt das gesamte saarländische Regionalbahnnetz (mit Ausnahme der gemeinsam mit der französischen SNCF betriebenen Strecken) auf Batteriebetrieb um. Der Probebetrieb beginnt im Oktober 2026 auf den Strecken Saarbrücken–Zweibrücken–Pirmasens (RB 68) und Neustadt–Landau–Karlsruhe (RE 6/RB 51), gefolgt von der Strecke Dillingen–Niedaltdorf (RB 77) und Kaiserslautern–Pirmasens (RB 64) im November 2026. Im Dezember 2026 werden alle Dienste im Nidatal in den kommerziellen Vollbetrieb übergehen. Weitere Strecken – Kaiserslautern–Lauterecken–Grumbach (RB 66), Kusel (RB 67), Landau–Pirmasens (RB 55) und Winden–Bad Bergzabern (RB 54) – werden bis 2029 umgestellt. Nach Abschluss wird DB Regio 44 Flirt Akku-Züge in diesem Netz betreiben, sodass die gesamte Flotte (einschließlich der BMU auf den SÜWEX- und E‑Netz Saar RB-Netzen) elektrifiziert ist.
Der Plan des Saarlandes spiegelt den Trend in den deutschen Bundesländern wider, zunehmend batteriebetriebene Regionalzüge zur Dekarbonisierung teilelektrifizierter Strecken einzusetzen. Die erste Großbestellung der Flirt Akku-Plattform von Stadler erfolgte durch den Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH), der 2019 einen Vertrag über 55 zweiteilige Einheiten mit einem Gesamtwert von rund 600 Millionen Euro unterzeichnete (Quelle: Stadler, 2019); diese Züge wurden 2023 in Betrieb genommen. Die Bestellung von 44 Zügen für das Saarland stellt eine ähnlich große Flotte dar, jedoch wurden bei der Vorstellung keine finanziellen Details bekannt gegeben. Auch andere deutsche Netze, wie das Batteriezugprojekt in der Pfalz und das ORION-Netz in Bayern, bewegen sich in Richtung Batteriebetrieb und verstärken den bundesweiten Trend weg von dieselbetriebenen Regionalfahrzeugen.
Die schrittweise Einführung bis 2029 gibt DB Regio Zeit, Personalschulungen, Ladeinfrastruktur und Energieversorgung zu integrieren. Mit Ausnahme der grenzüberschreitenden Dienste nach Frankreich, die weiterhin mit Dieseltriebzügen betrieben werden, wird das Land eine überwiegend elektrische Regionalflotte aufbauen, was den Zielen eines klimaneutralen Verkehrs entspricht, die in der umfassenderen deutschen Strategie für Hochgeschwindigkeitsinvestitionen von 2025 (Quelle: Marktanalyse, 2025) formuliert wurden. Die nicht offengelegten Projektkosten könnten in Frage gestellt werden, insbesondere angesichts der Prüfung öffentlicher Haushalte, zumal ähnliche Aufträge bereits Preisschilder in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro aufweisen.
Frage: Auf welchen Strecken im Saarland werden zuerst batteriebetriebene Personenzüge eingesetzt?
Antwort: Der Probebetrieb beginnt im Oktober 2026 auf den Strecken Saarbrücken–Zweibrücken–Pirmasens (RB 68) und Neustadt–Landau–Karlsruhe (RE 6/RB 51), gefolgt von der Strecke Dillingen–Niedaltdorf (RB 77) im November 2026.
Frage: Wie viele Batteriezüge wird DB Regio letztendlich im Saarland betreiben?
Antwort: Nach Abschluss aller Umstellungsphasen wird DB Regio 44 zweiteilige Stadler Flirt Akku-Züge in diesem Netz betreiben, sodass die Regionalflotte (mit Ausnahme der gemeinsam mit der SNCF betriebenen französischen Strecken) vollständig elektrifiziert ist.
Frage: Wie hoch sind die Gesamtkosten des saarländischen Batteriezugprojekts?
Antwort: Das saarländische Verkehrsministerium oder DB Regio haben bei der Vorstellung keine offiziellen Finanzbeträge bekannt gegeben. Es liegen keine unabhängigen Kostenschätzungen vor.
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