de.wedoany.com-Bericht: Nachdem die Europäische Kommission ihre strategische Roadmap zur Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz im Energiebereich verabschiedet hat, haben 48 Partner eine Kooperationsvereinbarung für das Projekt AI.grids unterzeichnet.

Zu den Partnern zählen die Nichtregierungsorganisation CRESYM, die Verbände der Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber E.DSO und ENTSO-E, der Verband T&D Europe, 12 Übertragungsnetzbetreiber (TSO), 6 Verteilnetzbetreiber (DSO), 21 Forschungseinrichtungen und 5 Unternehmen.
Laut ELES sieht die EU-Roadmap vor, dass Künstliche Intelligenz zum Eckpfeiler des Energiesystems wird, Daten dessen zentraler Wert sind und die Digitalisierung eine grundlegende Voraussetzung für die Energiewende darstellt. Bis 2030 könne KI im Energiebereich das Management des Energiesystems verbessern und bis 2035 erhebliche Betriebskosteneinsparungen ermöglichen. Da die Digitalisierung (Rechenzentren) jedoch auch den Energieverbrauch erhöhe, müsse sie nachhaltig eingeführt und verwaltet werden.
ELES betont, dass das Ziel des Projekts AI.grids die Entwicklung eines europaweiten grundlegenden KI-Modells für Stromnetze ist. Im Rahmen der Modellentwicklung werden prioritäre Anwendungsfälle festgelegt, einheitliche Standards für Datenaustausch und -verwaltung etabliert, synthetische Datenbanken erstellt sowie Planung, Lernen und Bewertung des physikbasierten KI-Modells definiert.
Es wird erwartet, dass das KI-Modell Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber unter anderem bei der Prognose des Netzbetriebs, der Erzeugung und des Verbrauchs, dem Engpassmanagement und der Fehlererkennung, der Bewertung von Anschlusskapazitäten, der Optimierung der erneuerbaren Stromerzeugung sowie der Infrastrukturplanung unterstützt. Angesichts der zunehmenden Komplexität der Netze und des steigenden Anteils variabler erneuerbarer Energien kann KI dazu beitragen, Netze und Energieanlagen effizienter und kostengünstiger zu verwalten.
Die Europäische Kommission ist der Ansicht, dass eigene KI-Modelle und -Algorithmen für die strategische Autonomie und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit entscheidend sind, und weist darauf hin, dass die USA und China der EU derzeit auf diesem Weg voraus sind. Laut ELES wird der erste Prototyp des Basismodells voraussichtlich innerhalb eines Jahres entwickelt, gefolgt von einer zweijährigen systematischen Bewertung und Prüfung seiner Machbarkeit. Die Partner werden in der Anfangsphase 2,5 Millionen Euro für die Projektumsetzung bereitstellen.
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