Shell Plc erwägt Verkauf von Offshore-Windkraftanlagen im Wert von über einer Milliarde Dollar
2026-06-15 15:11
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de.wedoany.com-Bericht: Shell Plc bereitet den Verkauf seiner Offshore-Windparks vor – der jüngste Schritt des Ölkonzerns, sich von erneuerbaren Energien wieder verstärkt auf das margenstärkere Geschäft mit fossilen Brennstoffen zu konzentrieren.

Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen mitteilten, hat das Unternehmen die Beratungsfirmen Rothschild & Co. und PJT Partners Inc. mit der Federführung des Verkaufs beauftragt. Der Transaktionswert könnte eine Milliarde Dollar übersteigen. Da sie nicht befugt sind, öffentlich zu sprechen, baten die Personen um Anonymität. Der Prozess könnte bereits Ende dieses Jahres beginnen, der Verkauf möglicherweise 2027 abgeschlossen werden, so ihre Angaben.

Vertreter von Shell, Rothschild und PJT lehnten eine Stellungnahme ab.

Seit seinem Amtsantritt vor über drei Jahren hat CEO Wael Sawan konsequent auf Kostensenkung und den Verkauf renditeschwacher Vermögenswerte gesetzt. Der Plan, die Offshore-Windparks zu veräußern, markiert eine weitere Abkehr des britischen Energieriesen von seiner früheren Strategie, das Geschäft mit grünem Strom – insbesondere mit einer starken Wette auf Windenergie – zu diversifizieren.

Bereits zuvor hatte Shell nach und nach sein europäisches Onshore-Geschäft mit erneuerbaren Energien sowie die 2022 für 1,55 Milliarden Dollar übernommene indische Erneuerbare-Energien-Firma Sprng Energy abgestoßen. Im vergangenen Jahr gab das Unternehmen zudem Pläne zur Entwicklung eines Offshore-Windparks in Schottland auf. Diese Veräußerungen werden das Portfolio an grünen Stromanlagen von Shell weitgehend leeren.

Shell hegte einst ehrgeizige Pläne, zu einem der führenden Akteure im Bereich erneuerbare Energien zu werden; ein Manager hatte sogar das Ziel ausgegeben, das Unternehmen zum weltweit größten Stromproduzenten zu machen. Diese Pläne wurden jedoch nach Sawans Amtsantritt Anfang 2023 auf Eis gelegt. Er gelobte, sich stärker auf die Steigerung der Aktionärsrenditen zu konzentrieren.

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