de.wedoany.com-Bericht: Die Scottish and Southern Electricity Networks (SSEN) Distribution hat gemeinsam mit der Beratungsfirma Baringa ein Kosten-Nutzen-Analyse-Tool entwickelt, um die Wirtschaftlichkeit einer breiteren Anwendung von Flexibilität in der Netzplanung und im Netzbetrieb zu bewerten. Diese Initiative steht im Einklang mit dem von der britischen Regulierungsbehörde Ofgem im Rahmen der ED3-Preisregulierungsperiode geplanten „Build and Flex"-Modell, das darauf abzielt, die Netzgröße durch Flexibilität zu optimieren, Kosten zu senken, den Kundenanschluss zu beschleunigen und gleichzeitig neue Infrastruktur zu errichten.
Angesichts der anhaltend hohen Energierechnungen für Haushalte und Unternehmen betont SSEN, dass die Maximierung des Werts bestehender Anlagen zur Kostenkontrolle beiträgt und den Elektrifizierungsprozess unterstützt, der die Energiepreise vom volatilen fossilen Brennstoffmarkt entkoppelt.
Das Tool integriert Netzbewertungsdaten aus mehreren Szenarien, um die Kosten und Vorteile des Einsatzes von Flexibilität abzuwägen. Ziel ist es, die Sicherheit bei der Identifizierung von Flexibilität als effektivste Option zu erhöhen und so zuverlässigere Bewertungen in folgenden Bereichen zu ermöglichen: Beschleunigung von Erzeugungs- und Lastanschlüssen zur Unterstützung von Wirtschaftswachstum und Elektrifizierung; Verbesserung des Netzanschlusses durch früheren Zugang und Engpassmanagement; Optimierung des geplanten Wartungsbetriebs durch Verringerung der Abhängigkeit von mobilen Dieselgeneratoren, Reduzierung des Unterbrechungsrisikos für Kunden und Steigerung der Arbeitsproduktivität; sowie Ermöglichung wichtiger Arbeiten, die eine Abschaltung erfordern, zu mehr Jahreszeiten.
SSEN hat das Tool bereits mit anderen Verteilnetzbetreibern der britischen Energy Networks Association (ENA) geteilt, um eine breite Anwendung zu fördern und die Methodik konsistent zu halten.
Paul Fitzgerald, Leiter des Flexibilitätsmarkts bei SSEN Distribution, erklärte, das Unternehmen sei ein zentraler Treiber der Elektrifizierung und müsse seine Ziele wirtschaftlich effizient und nachhaltig erreichen, wobei der breite Einsatz von Flexibilität der Schlüssel dazu sei. Ob bei der Beschleunigung von Anschlüssen oder der Verbesserung des geplanten Wartungsbetriebs – neue Anwendungen von Flexibilität würden im Netz, im gesamten Energiesystem und in der Gesellschaft einen größeren Mehrwert schaffen. SSEN teile seine Erfahrungen über die ENA-Arbeitsgruppe und im direkten Austausch, was zur Entwicklung eines einheitlichen Branchenrahmens für die Bewertung neuer Flexibilitätsanwendungen beitrage.
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