de.wedoany.com-Bericht: Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) gewährt der SIA Next Biogas, einer Tochtergesellschaft der niederländischen HoSt-Gruppe, ein Darlehen in Höhe von 26 Millionen Euro für den Bau einer großen Biomethan-Produktionsanlage in Lēdurga, Lettland. Die Mittel werden für die Übernahme und Modernisierung einer bestehenden Biogasanlage vor Ort verwendet, um die Kapazität für erneuerbare Gase zu erweitern und die Abhängigkeit des Landes von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Nach Abschluss der Modernisierung soll die Anlage zu einer der größten Biomethananlagen Lettlands werden und jährlich rund 80.070 Megawattstunden Biomethan produzieren. Diese erneuerbaren Gase werden in das lettische Erdgasnetz eingespeist und sowohl für den Inlandsverbrauch als auch für den Export in andere europäische Märkte genutzt. Neben Biomethan wird die Anlage auch das bei der Produktion anfallende biogene Kohlendioxid auffangen, wodurch ein hochgradig CO₂-neutraler Produktionskreislauf entsteht.
Odile Renaud-Basso, Präsidentin der EBRD, erklärte, das Projekt sei ein wichtiger Schritt zur Ausweitung der Biomethanproduktion und zur Stärkung des Energiemarktes in Lettland und der baltischen Region, da es gleichzeitig die Energiesicherheit und den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft vorantreibe. Arthur Vlaanderen, Finanzvorstand der HoSt-Gruppe, betonte, die Zusammenarbeit mit der EBRD entspreche der Strategie des Unternehmens, Infrastruktur für erneuerbare Energien zu entwickeln, zu besitzen und zu betreiben, und zeige die wirtschaftliche Machbarkeit fortschrittlicher Biomethanprojekte. Valdis Dombrovskis, EU-Kommissar für Wirtschaft, Produktivität, Umsetzung und Vereinfachung, bezeichnete die Initiative als strategisch bedeutsam für die Entwicklung der lettischen Biomethanbranche und des baltischen Marktes. Der Ersatz von importiertem Erdgas durch lokal erzeugte erneuerbare Brennstoffe trage zur Stärkung der Energieunabhängigkeit bei und unterstütze die Dekarbonisierungsziele. Die Transaktionsvereinbarung wurde während der Jahrestagung der EBRD 2026 in Riga unterzeichnet; das Projekt erhält Unterstützung von der Europäischen Union.
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