Paraguay wird mit den USA ein Abkommen zur nuklearen Zusammenarbeit unterzeichnen – Beschleunigung der Energiediversifizierung
2026-06-15 17:35
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de.wedoany.com-Bericht: Nach einem Treffen zwischen dem paraguayischen Präsidenten Santiago Peña Palacios und dem US-Außenminister Marco Rubio gab die paraguayische Regierung bekannt, dass sie „in Kürze" ein wichtiges Abkommen mit Washington über die Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit und der Kernenergieerzeugung unterzeichnen werde. In einer in Asunción veröffentlichten Erklärung des paraguayischen Präsidentenpalastes heißt es, die beiden Führungspersönlichkeiten hätten die strategische Allianz zwischen Paraguay und den USA bekräftigt.

Das Treffen sendete auch ein Signal für eine weitere Stärkung der Beziehungen Paraguays zu den USA. Neben der Zusammenarbeit im Nuklear- und Sicherheitsbereich wurden auch die Importquoten für paraguayisches Rindfleisch auf dem US-Markt sowie die Regelungen zur Aufnahme von Direktflügen zwischen beiden Ländern erörtert. Diese Themen zeigen, dass Paraguay durch die Zusammenarbeit mit den USA seine externen Verbindungen in Bereichen wie Handel, Verkehr, Investitionen und Energie ausbauen möchte.

Die nukleare Zusammenarbeit ist besonders beachtenswert. Die derzeitige Stromstruktur Paraguays basiert hauptsächlich auf erneuerbaren Energien und ist stark von Wasserkraft abhängig, die vor allem aus dem gemeinsam mit Brasilien betriebenen Itaipu-Wasserkraftwerk und dem gemeinsam mit Argentinien betriebenen Yacyretá-Wasserkraftwerk stammt. Obwohl diese Struktur Paraguay einen hohen Anteil an sauberer Energie beschert, bedeutet sie auch, dass sein Energiesystem stark von hydrologischen Bedingungen und grenzüberschreitender Wasserkraftkooperation abhängig ist. Daher wird die Entwicklung neuer Energieoptionen als wichtiger Weg zur Stärkung der Energiesicherheit und zur Erhöhung der Versorgungsflexibilität angesehen.

Im April dieses Jahres unterzeichnete die paraguayische Nationale Strombehörde eine unverbindliche Kooperationsvereinbarung mit der Internationalen Atomenergie-Organisation, die sich auf die Untersuchung der Anwendungsmöglichkeiten von Small Modular Reactor-Technologien konzentriert. Diese Vereinbarung zielt darauf ab, Paraguay dabei zu unterstützen, Kernenergie als potenzielle strategische Option im Prozess der Diversifizierung der Energiestruktur zu bewerten. Small Modular Reactors werden aufgrund ihrer geringeren Baugröße und flexiblen Einsatzmöglichkeiten von einigen Ländern als wichtige Ergänzung für zukünftige kohlenstoffarme Stromsysteme angesehen. Allerdings bleiben Fragen der Sicherheitsaufsicht, der Finanzierungskosten, des technologischen Reifegrads und der öffentlichen Akzeptanz Probleme, die vor einer tatsächlichen Umsetzung gelöst werden müssen.

Paraguay hat kürzlich auch an der von den USA vorangetriebenen Zusammenarbeit in der Lieferkette für kritische Mineralien teilgenommen und entsprechende Absichtserklärungen mit 55 anderen Ländern unterzeichnet. Kritische Mineralien sind eine wichtige Grundlage für saubere Technologien und die Industrie der Energiewende, was eine gewisse Parallele zu Paraguays Erkundung der Kernenergie und der Förderung der Diversifizierung der Energiestruktur darstellt. Für die USA trägt die verstärkte Zusammenarbeit mit Paraguay in den Bereichen Energie, Sicherheit und Lieferketten auch dazu bei, ihren strategischen Einfluss in Südamerika auszubauen.

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