de.wedoany.com-Bericht: Am 12. Juni unterzeichneten Chipsea Technology und Huawei eine strategische Kooperationsvereinbarung im Rahmen des OpenHarmony-Ökosystems „Hongtu-Plan". Die beiden Unternehmen werden eine tiefgehende Zusammenarbeit bei OpenHarmony-Chipmodulen eingehen, um die kommerzielle Nutzung des OpenHarmony-Ökosystems im großen Maßstab voranzutreiben. Diese Zusammenarbeit fand während der Huawei Developer Conference 2026 statt, bei der Huawei gleichzeitig den „Hongtu-Plan" startete. Dieser Plan sieht vor, über 20 Branchen, 200 Chip-Typen und 1.200 Gerätetypen mit OpenHarmony zu unterstützen, um den Weg von OpenHarmony von einem Endgeräte-Betriebssystem hin zu einer breiteren Basis für industrielle Geräte zu beschleunigen.
Chipsea Technology ist seit langem im Bereich der Wahrnehmungs-, Steuerungs-, Berechnungs- und Konnektivitätschips tätig und hat sich eine Produktbasis in den Bereichen hochpräzise ADCs, MCUs, Gesundheitsmessung, Druck-Touch, BMS und KIoT-Anwendungen aufgebaut. Damit das OpenHarmony-Ökosystem in weitere Branchenszenarien vordringen kann, ist die Anpassung von Chips und Modulen ein entscheidender Schritt. Unterschiedliche Geräteformen stellen unterschiedliche Anforderungen an Stromverbrauch, Schnittstellen, Konnektivität, Echtzeit-Reaktionsfähigkeit und Sicherheitsfähigkeiten. Nur wenn die zugrundeliegenden Chips und Module stabil an das Systemökosystem angepasst sind, können Entwickler und Endgerätehersteller ihre Produkte schneller einführen. Die Zusammenarbeit von Chipsea Technology und Huawei bei Chipmodulen trägt dazu bei, die Hürden für Gerätehersteller beim Anschluss an OpenHarmony zu senken.
Der Kern der kommerziellen Nutzung von OpenHarmony im großen Maßstab liegt nicht nur in Konsumendgeräten wie Smartphones und Tablets, sondern auch in den Bereichen Industrie, Energie, Verkehr, Haushalt, Medizintechnik, Messgeräte und dem breiten IoT. Viele Industrieanlagen benötigen kein vollständiges, komplexes Allzweck-Betriebssystem, aber sie benötigen eine einheitliche Konnektivität, ein einheitliches Entwicklungsframework, einheitliche Sicherheitsmechanismen und geräteübergreifende Kooperationsfähigkeiten. Wenn Chipmodule vorab an OpenHarmony angepasst werden, können mehr stromsparende, miniaturisierte und spezialisierte Geräte in das Ökosystem aufgenommen werden, wodurch die Abdeckungsdichte des Systems in Branchenszenarien erhöht wird.
Chipsea Technology war bereits zuvor am Aufbau des OpenHarmony-Ökosystems beteiligt. Öffentlich zugänglichen Informationen zufolge war das Unternehmen auf der Liste der „Empfohlenen HarmonyOS Connect-Module" und beteiligte sich an der Standardentwicklung und Co-Kreation in Produktbereichen wie intelligenten Messgeräten. Bis Ende 2024 hatte Chipsea Technology über 300 Geschäftsmöglichkeiten für HarmonyOS Connect-Projekte erschlossen, 115 SKU-Produkte angebunden und kumulativ fast 40 Millionen Endgeräte ausgeliefert. Dies bedeutet, dass die strategische Zusammenarbeit im Rahmen des „Hongtu-Plans" nicht bei Null beginnt, sondern auf der Grundlage bestehender Module, Geräteanbindungen und Branchenprojekterfahrungen fortgesetzt wird.
Für Chip-Unternehmen bedeutet die Teilnahme am OpenHarmony-Ökosystem auch eine Veränderung der Art und Weise des Produktwettbewerbs. Bisher konkurrierten Chip-Hersteller hauptsächlich über Leistung, Stromverbrauch, Preis und Lieferfähigkeit; mit dem Eintritt in das Betriebssystem-Ökosystem beeinflussen nun auch Entwicklungstools, Systemanpassung, Zertifizierungsprozesse, Referenzdesigns und Anwendungsszenarien die Kundenentscheidungen. Wenn Chipsea Technology stabile Lösungen für OpenHarmony-Chipmodule entwickeln kann, wird es leichter in die Produktketten für Smart Home, Industrieautomation, Gesundheitsgeräte, Messgeräte und weitere KIoT-Endgeräte vordringen können.
Für Huawei erfordert die Expansion des OpenHarmony-Ökosystems die Beteiligung weiterer Chip-, Modul- und Gerätepartner. Der Hongtu-Plan betont die Abdeckung mehrerer Branchen, mehrerer Chips und mehrerer Geräte. Die tatsächliche Umsetzung wird stark von einer Vielzahl von Unternehmen in der Industriekette abhängen, die die zugrundeliegende Anpassung und die Endgeräte-Produktvalidierung durchführen. Die Beteiligung von Unternehmen wie Chipsea Technology, die über Erfahrung im Chipdesign, Modullösungen und Endkundenkontakt verfügen, kann dazu beitragen, dass OpenHarmony in spezifischeren Hardware-Szenarien eine großflächige Bereitstellung erreicht und Entwicklern eine breitere nutzbare Hardware-Basis bietet.
Diese strategische Zusammenarbeit wird OpenHarmony weiter von der Phase des Ökosystemaufbaus in die Phase der kommerziellen Nutzung im großen Maßstab führen. Chipmodule sind das grundlegende Bindeglied zwischen dem Betriebssystem und den Endgeräten und der entscheidende Einstiegspunkt dafür, ob Industrieanlagen schnell in ein einheitliches Ökosystem integriert werden können. Mit der Umsetzung des Hongtu-Plans wird die Zusammenarbeit zwischen Chipsea Technology und Huawei bei OpenHarmony-Chipmodulen voraussichtlich die Effizienz der Anbindung von Industrieanlagen steigern und OpenHarmony in Szenarien wie KIoT, intelligenten Messgeräten, Gesundheitsendgeräten und Industrieanlagen mehr Möglichkeiten für eine kommerzielle Nutzung eröffnen.
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