de.wedoany.com-Bericht: Der Konzessionsvertrag für den Schüttgutterminal im Hafen Simón Bolívar in Guayaquil, Ecuador, läuft in Kürze aus, nachdem dieser zuvor im Jahr 2024 um 2,5 Jahre verlängert worden war. Der Terminal, der seit 1999 von der Firma Andipuerto betrieben wird, ist ein zentraler Hafenknotenpunkt in der Logistikkette für den Umschlag von sauberem Getreide im Land.

Da das Ende der Verlängerung naht und weder neue Ausschreibungsunterlagen noch Ausschreibungsgrundlagen festgelegt wurden, herrscht für den Hafenbetreiber Unsicherheit. Diese Stimmung könnte sich auch auf die Kunden und Lieferanten des Terminals übertragen, deren Hauptsorge ein reibungsloser Übergang zur Aufrechterhaltung einer effizienten Dienstleistungskontinuität ist. Gabriela Baquerizo, Geschäftsführerin von Andipuerto Guayaquil, erläuterte in einem Interview die Sicht des Unternehmens auf den künftigen Betrieb im wichtigsten öffentlichen Hafencenter Ecuadors.
Gabriela Baquerizo wies darauf hin, dass das Hauptrisiko nicht im Betreiberwechsel an sich liege, sondern in einem überstürzten Übergang oder einem Mangel an ausreichender Zeit zur Sicherstellung der Betriebskontinuität. Am Beispiel dieses Schüttgutterminals, der einen Großteil der importierten Getreidemengen des Landes abwickelt, könne ein unzureichender Übergang zu Verzögerungen, steigenden Logistikkosten, längeren Wartezeiten für Schiffe und einer Beeinträchtigung der Versorgung mit Rohstoffen für die Lebensmittelproduktion führen. Daher sei die für das Land vorteilhafteste Lösung, während der Durchführung des staatlich geführten Öffentlich-Private-Partnerschafts (ÖPP)-Prozesses die Betriebskontinuität durch eine vorübergehende Verlängerung des bestehenden Vertrags aufrechtzuerhalten.
Hinsichtlich der Bewertung durch den Agrar- und Ernährungssektor erklärte Baquerizo, dass dieser Sektor Kontinuität, Effizienz und Vorhersagbarkeit der Logistikkette priorisiere. Die Hauptsorge sei nicht, wer in Zukunft betreibe, sondern dass jeder Übergang das aktuelle Serviceniveau, die Produktivität und die logistische Verfügbarkeit aufrechterhalte, um Auswirkungen auf die Rohstoffkosten und letztlich die Lebensmittelpreise zu vermeiden. Sie betonte, die beste Absicherung sei die Vermeidung eines überstürzten Übergangs; die internationale Praxis empfehle, den bestehenden Betreiber während des neuen Auswahlverfahrens durch die vergebende Stelle zu belassen.
Seit Beginn der Konzession hat Andipuerto kontinuierlich in Infrastruktur, Ausrüstung und Betriebsabläufe investiert, darunter den Bau und die Erweiterung von Lagerhallen, die Entwicklung von Lager- und Stellflächen, die Hinzufügung von Waagen und Kontrollsystemen, die Verstärkung der Kaistrukturen, die Modernisierung der Betriebsausrüstung sowie die Entwicklung ergänzender Hafeninfrastruktur außerhalb des Hafens. Im Jahr 2006 reichte das Unternehmen bei der Hafenbehörde einen Vorschlag zur Kapazitätserweiterung durch den Bau eines zweiten Terminals und neuer Lagerflächen ein, der jedoch nicht genehmigt wurde. Angesichts dieser Einschränkung tätigte das Unternehmen erhebliche Investitionen außerhalb des Hafengebiets, um das Wachstum der Logistikkette zu unterstützen.
Derzeit hat die ecuadorianische Regierung beschlossen, mit Unterstützung der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) einen ÖPP-Prozess zu starten. Baquerizo versteht, dass dieser Mechanismus darauf abzielt, Investitionen anzuziehen, Transparenz zu gewährleisten und eine Lösung für die langfristige Entwicklung des Terminals zu finden. Während der Konzeption und Durchführung dieses Prozesses sei es am effektivsten und entspreche internationalen Best Practices, die Kontinuität des bestehenden Vertrags durch eine vorübergehende Verlängerung aufrechtzuerhalten. Sie prognostizierte, dass die Nachfrage nach Getreide für die Lebensmittelproduktion in den kommenden Jahren, angetrieben durch die Entwicklung der Geflügel-, Schweine-, Aquakultur- und Futtermittelindustrie, weiter wachsen werde, was eine Erhöhung der Lagerkapazität, eine Verbesserung der Logistikanbindung, einen zweiten Liegeplatz, eine größere Betriebswassertiefe und eine Verringerung der Wartezeiten für Schiffe erfordere.
Baquerizo erklärte, dass Andipuerto Investitionsvorschläge zur Steigerung der Kapazität, Verbesserung der Wassertiefe und Stärkung der Logistikinfrastruktur erarbeite und eine vorübergehende Verlängerung der Konzessionslaufzeit während der Durchführung des ÖPP-Prozesses für eine international weit verbreitete und dem öffentlichen Interesse dienende vernünftige Lösung halte.
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