de.wedoany.com-Bericht: Das schwedische Nukleardienstleistungsunternehmen Studsvik hat staatliche Unterstützung beantragt, um im Süden Schwedens eine Kleinreaktorkapazität von bis zu 1400 Megawatt zu entwickeln. Das Projekt sieht den Einsatz von Leichtwasser-Kleinmodulreaktoren vor, mehrere mögliche Standorte werden parallel vorangetrieben. Es müssen noch Genehmigungsverfahren auf Regierungs-, Nuklearaufsichts-, Umweltgerichts- und EU-Ebene durchlaufen werden.
Studsvik ist das dritte Unternehmen, das im Rahmen des schwedischen Nuklearförderungsmechanismus einen Antrag stellt. Die schwedische Regierung hat zuvor Kredite, langfristige Preisgarantien und Unterstützungsregelungen für die Atommüllentsorgung vorgeschlagen, um den Bau von mindestens 5000 Megawatt neuer Kernkraftkapazität voranzutreiben und den künftig steigenden Industrie- und Strombedarf zu decken. Analysten des Landes gehen davon aus, dass der schwedische Strombedarf bis 2045 im Vergleich zum heutigen Niveau doppelt so hoch sein könnte.
Studsvik-CEO Karl Thedeen erklärte: „New nuclear is moving from policy ambition to industrial execution.“ Er sagte, die zusätzliche Kapazität könne zur Ablösung alternder Grundlastkraftwerke genutzt werden und das industrielle Wachstum Schwedens unterstützen. Das Unternehmen hat den genauen Betrag der beantragten staatlichen Unterstützung noch nicht bekannt gegeben. Es plant, ein Konsortium mit Reaktortechnologieanbietern und privaten Investoren zu bilden und die Möglichkeit einer Beteiligung des Staates an der Gründung einer Projektbetreibergesellschaft zu prüfen. Sollte das 1400-MW-Kleinreaktorprojekt voranschreiten, wäre es ein wichtiger Bestandteil des schwedischen Ausbauprogramms für Kernkraft.
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