Kolumbien verabschiedet Gesetz zur Ermächtigung der heimischen Produktion von Krebsbehandlungs-Radiopharmaka
2026-06-15 17:53
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de.wedoany.com-Bericht: Der kolumbianische Kongress hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Produktion von Radiopharmaka und wichtigen nuklearmedizinischen Verbrauchsmaterialien für die Krebsdiagnose und -behandlung im Inland genehmigt. Ziel ist es, die bisherige vollständige Importabhängigkeit zu beenden, die externe Abhängigkeit zu verringern und den Patienten einen rechtzeitigen Zugang zur Behandlung zu gewährleisten. Gemäß dem neuen Gesetz müssen die entsprechenden Produktionstätigkeiten in Einrichtungen durchgeführt werden, die den nationalen Standards für nukleare Sicherheit und Strahlenschutz entsprechen, und unterliegen der Aufsicht der kolumbianischen Nuklearregulierungsbehörde.

Zu den vom Gesetz erfassten Produkten gehören hauptsächlich Iod-131 zur Behandlung von Schilddrüsenkrebs, Lutetium-177 zur gezielten Therapie von neuroendokrinen Tumoren sowie radioaktive Tracer für die Positronen-Emissions-Tomographie, die alle eine friedliche Nutzung der Nukleartechnologie in der Medizin darstellen. Die heimische Produktion erfordert den Einsatz von Forschungsreaktoren oder Zyklotronen sowie entsprechende radiochemische Heiße-Zellen-Produktionslinien, die von Personal mit nachgewiesener Qualifikation in Nukleartechnologie betrieben werden müssen.

Die kolumbianische Nuklearregulierungsbehörde wird die gesamte Kette von Produktionsgenehmigungen, Besitz radioaktiver Stoffe, Transport und Abfallmanagement überwachen. Die Behörde erklärte, dass die Umsetzung des Gesetzes voraussichtlich die Kosten für Strahlentherapie und nuklearmedizinische Diagnostik erheblich senken, das Risiko von Lieferkettenunterbrechungen verringern, Tausenden von Krebspatienten das Leben retten und gleichzeitig den Aufbau nationaler nuklearwissenschaftlicher und -technologischer Kapazitäten fördern wird.

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