de.wedoany.com-Bericht: Der portugiesische Energiekonzern EDP (Energias de Portugal) hat kürzlich die Inbetriebnahme seines BESS-Projekts Punta de Talca in der chilenischen Stadt Ovalle bekannt gegeben. Es handelt sich um den ersten Batteriespeicherkomplex von EDP in Südamerika mit einer installierten Kapazität von 240 Megawattstunden und einer durchschnittlichen jährlichen Speicherkapazität von 60 Gigawattstunden. Das Projekt zielt darauf ab, den Anteil erneuerbarer Energien im chilenischen Strommix zu erhöhen und soll voraussichtlich mehr als 30.000 Haushalte vor Ort mit Strom versorgen.
Das Projekt, das Investitionen von rund 44 Millionen US-Dollar umfasst, integriert ein Batteriespeichersystem mit dem seit 2024 in Betrieb befindlichen Windpark Punta de Talca. Der Windpark hat eine installierte Leistung von 83 Megawatt. Die Konfiguration des Hybridkraftwerks zielt darauf ab, die Abregelung von Windstrom zu reduzieren: Überschüssiger Strom wird in Zeiten geringer Nachfrage gespeichert und während der Spitzenlastzeiten freigegeben. Dies optimiert nicht nur die Erträge des Kraftwerks, sondern trägt auch zur Stabilität des chilenischen Stromsystems bei und verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

João Brito Martins, CEO von EDP in Südamerika, erklärte, das Projekt sei ein strategischer Meilenstein für EDP in der Region und unterstreiche die Rolle der Speicherung beim Aufbau eines widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Stromsystems. Er ist der Ansicht, dass der Betrieb des chilenischen Komplexes zeigt, wie die Kombination erneuerbarer Energien mit Batterien die Betriebseffizienz steigern und Energieverschwendung reduzieren kann. Brito Martins wies auch darauf hin, dass solche Lösungen in der Entwicklung regionaler Stromsysteme eine immer wichtigere Rolle spielen werden, und sieht für den brasilianischen Markt in den kommenden Jahren ein erhebliches Entwicklungspotenzial.

Seit dem Eintritt in den südamerikanischen Markt vor etwa dreißig Jahren hat EDP Brasilien als Hauptmarkt und strategische Plattform für das regionale Wachstum etabliert. Das Unternehmen ist in fast allen brasilianischen Bundesstaaten tätig und deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Stromerzeugung und -übertragung über die Verteilung bis hin zur Kommerzialisierung.
In derselben Woche gab EDP auch die Fertigstellung des Flatland Energy Storage-Projekts bekannt. Das Projekt befindet sich im US-Bundesstaat Arizona und wurde von EDP Renewables North America (EDPR NA) in Zusammenarbeit mit dem Versorgungsunternehmen Salt River Project (SRP) realisiert. Das Flatland-Projekt ist das bisher größte Batteriespeichersystem (BESS) der EDP-Gruppe mit einer Kapazität von 200 Megawatt/800 Megawattstunden. Es kann den Strombedarf von rund 44.500 Haushalten während der Spitzenlastzeiten decken und unterstützt das anhaltende Wachstum des Energiebedarfs in diesem Bundesstaat.
Miguel Stilwell d'Andrade, CEO der EDP-Gruppe, betonte, dass die Stromsysteme zunehmend komplexer werden und der Energiebedarf kontinuierlich steigt, weshalb Investitionen in widerstandsfähigere Systeme immer wichtiger werden. Das Flatland-Projekt, das größte Speicherprojekt der EDP-Gruppe, spiele eine entscheidende Rolle bei der Stärkung der Netzstabilität und -resilienz. Bobby Olsen, stellvertretender Geschäftsführer und Chief Power System Executive bei SRP, wies ebenfalls darauf hin, dass das Projekt Teil der diversifizierten Strategie von SRP sei, um seinen Kunden zuverlässige, wirtschaftliche und nachhaltige Energie zu liefern. Das Unternehmen werde weiterhin in Batteriespeicher als Teil seines erweiterten Portfolios investieren. EDP erklärte, dass man sich der Ausweitung der Speicherung als eine der tragenden Säulen der Energiewende verschrieben habe. Derzeit beträgt die in Betrieb und im Bau befindliche Speicherkapazität des Unternehmens in den USA, Europa, Südamerika und im asiatisch-pazifischen Raum bereits über 460 Megawatt.
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