Österreichs AGILOX revolutioniert autonome mobile Roboter mit Plug-and-Play-Technologie
2026-06-16 11:08
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de.wedoany.com-Bericht: Das österreichische Unternehmen AGILOX wurde 2009 unter dem Namen INTREST gegründet und war zunächst im Bereich der Logistikberatung tätig, bevor es in den Bereich der Kanalkontraktoren einstieg und für Kunden Lagerlayouts sowie End-to-End-Materialflusssysteme entwarf. Das Unternehmen entwickelte ein eigenes Warehouse-Management-System (WMS) und übernahm große Projekte. Bei der Beschaffung von AGVs erkannte das Team die Grenzen der damals auf dem Markt erhältlichen Produkte und entschied sich, einen eigenen Weg zu gehen und flexiblere Lösungen selbst zu entwickeln.

Das Hauptproblem war die mangelnde Flexibilität der Systeme. AGILOX begann mit der Software und entwickelte das Navigations- und Pfadplanungssystem vollständig eigenständig, wobei auf Standardlösungen verzichtet wurde. Dieser Ansatz führte zur Entwicklung einer Plug-and-Play-Lösung, die zu einem der Alleinstellungsmerkmale ihrer autonomen mobilen Roboter (AMR) wurde. Die gesamte Technologie wird intern entwickelt, ohne lizenzierte Software, was dem Unternehmen Flexibilität in Design und Marktanpassung verschafft. 2017 wurde das Unternehmen in AGILOX umbenannt und präsentierte auf der LogiMAT desselben Jahres erstmals Fahrzeuge.

Seit dem Start mit wenigen Fahrzeugen im Jahr 2017 gehört AGILOX zu den Pionieren im Bereich autonomer mobiler Roboter (AMR) und gewann schnell mehrere multinationale Kunden. Das Geschäft expandierte anschließend auf drei Kontinente. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 250 Mitarbeiter und betreut weltweit etwa 350 Kunden, darunter einen beträchtlichen Teil der DAX-40-Unternehmen. Der Hauptsitz befindet sich in Österreich, mit Niederlassungen in China und den USA.

Der Kernunterschied von AGILOX liegt in seinem vollständig dezentralisierten AMR-System. Dieses System ist infrastrukturunabhängig, auf Geschwindigkeit ausgelegt und läuft unabhängig von der IT-Infrastruktur des Kunden. Dadurch werden Single Points of Failure eliminiert, die Flexibilität maximiert und gleichzeitig die damit verbundenen Cybersicherheitsrisiken vermieden. In einer typischen Produktionshalle von mehreren tausend Quadratmetern können Abholpunkte, Ladestationen und erste Arbeitsabläufe innerhalb von 24 Stunden konfiguriert werden. Die Plug-and-Play-Eigenschaft öffnet die Tür für Anwendungen in verschiedenen Branchen; zu den aktiven Kunden zählen Bereiche wie Hotellerie, Elektronik, Lebensmittel & Getränke sowie Automobilherstellung.

Das Unternehmen ist stolz auf seine finanzielle Situation: Es ist der einzige Anbieter, der allein durch den Verkauf von AMRs profitabel ist, ohne Roboter in größere Projektverträge einbinden zu müssen, um Verluste auszugleichen. Darüber hinaus ist die Softwareentwicklungsmethode ein weiteres Differenzierungsmerkmal. Durch den Einsatz von KI-Agenten im Entwicklungsprozess kann AGILOX systematisch auf bestehenden Funktionen aufbauen und Produkte schneller verbessern als mit herkömmlichen Engineering-Zyklen.

In diesem Jahr präsentierte AGILOX auf seinem Messestand technologische Fortschritte im Bereich der automatisierten LKW-Be- und -Entladung. Dieses Szenario ist aufgrund der engen Platzverhältnisse und der Durchmischung mit Personal schwer vollständig zu automatisieren. Ein Standard-LKW ist nur 2,5 Meter breit; nach dem Platzieren von drei Paletten nebeneinander beträgt der Spalt nur etwa drei Zentimeter, weit entfernt von den erforderlichen zehn Zentimetern für traditionelle Sicherheitszonen. Das Unternehmen verfolgt einen Ansatz, bei dem dedizierte Sicherheitszonen um den Be- und Entladebereich herum geschaffen werden: Das Fahrzeug deaktiviert die Sicherheitszone, wenn es sich im LKW-Inneren befindet, und stellt sicher, dass die Sicherheitszone beim Verlassen wieder aktiviert wird. Die Sicherheitskommunikation war der schwierigste Teil der Implementierung; das System muss absolut sicher sein, welches Fahrzeug sich im Inneren im Modus ohne Sicherheitszone und welches sich außerhalb im vollständig geschützten Modus befindet.

Diese Demonstration basiert auf detaillierter Marktforschung und Kundenfeedback. Die Kernbotschaft lautet: Alle Entwicklungen zielen auf eine nutzerfreundliche Anwendung ohne Komplexität ab. Selbst bei technisch anspruchsvollen Aufgaben wie der LKW-Be- und -Entladung wird eine Plug-and-Play-Lösung beibehalten, die eine schnelle Implementierung gemäß etablierten Standards ermöglicht, ohne dass spezielle Software erforderlich ist, und das Sicherheitsniveau bleibt stets unverändert.

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