Südkoreanische Nuklearsicherheitskommission testet erstmals Drohnenerkennungsradar im Kernkraftwerk Wolseong
2026-06-16 11:38
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de.wedoany.com-Bericht: Die südkoreanische Nuklearsicherheitskommission besuchte am 16. das Kernkraftwerk Wolseong in Gyeongju, Provinz Gyeongsangbuk-do, um an einer physischen Schutzübung des Kraftwerks teilzunehmen und die Drohnen-Erkennungs- und Abwehrsysteme sowie die Schutzeinrichtungen zu überprüfen. Physischer Schutz bezeichnet ein Sicherheitssystem aus Personal, Ausrüstung und Verfahren, das zum Schutz wichtiger Anlagen wie Kernkraftwerke vor externen Eindringlingen oder Angriffen eingerichtet wird.

Derzeit sind in südkoreanischen Kernkraftwerken Hochfrequenzscanner zur Erkennung von Drohnen sowie Störsender, die den Flug von Drohnen behindern, in Betrieb. Hochfrequenzscanner identifizieren die Position und Richtung einer Drohne, indem sie die Kommunikationssignale zwischen der Drohne und der Fernsteuerung verfolgen. Störsender hingegen stören die Steuersignale der Drohne, sodass diese nur schwer fliegen oder zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren kann.

Bei der Übung im Kernkraftwerk Wolseong wurde zudem erstmals ein Radarsystem in einem südkoreanischen Kernkraftwerk im Probebetrieb eingesetzt. Radar sendet Funkwellen aus und analysiert die von Objekten reflektierten Signale, um Informationen wie Entfernung, Geschwindigkeit und Richtung zu ermitteln. Da es Drohnen erkennen kann, die nicht mit einer Fernsteuerung kommunizieren, sondern nur einer vorgegebenen Flugroute folgen (autonome Flugdrohnen), kann Radar die Einschränkungen bestehender Hochfrequenzscanner ausgleichen.

Die Nuklearsicherheitskommission bestätigte die Verfahren der Sicherheitskräfte zur Erkennung und Identifizierung illegaler Drohnen mittels Radar sowie die Angemessenheit des anschließenden Reaktionssystems.

Das im Kernkraftwerk Wolseong eingeführte Radar wird nach zusätzlichen Leistungstests und Schulungen des Bedienpersonals Ende Juni offiziell in Betrieb genommen. Die Nuklearsicherheitskommission plant, nach einer umfassenden Bewertung der Betriebsergebnisse die Möglichkeit einer Ausweitung auf andere Kernkraftwerke zu prüfen.

Cho Jeong-eon, Leiter der Geschäftsstelle der Nuklearsicherheitskommission, erklärte: „Wir erwarten, dass die Einführung des Radars im Kernkraftwerk Wolseong die Erkennungsleistung für illegale Drohnen in der Umgebung des Kraftwerks verbessern wird. Wir werden kontinuierlich überprüfen, dass die Kernkraftwerksbetreiber ihre Erkennungs- und Abwehrsysteme ausbauen und durch Übungen ihre Reaktionsfähigkeit steigern.“

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