Schwedens Stena Line unterzeichnet Vertrag zur Aufrechterhaltung der Eisenbahnfähre nach Deutschland bis 2031
2026-06-16 14:41
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de.wedoany.com-Bericht: Stena Line hat mit der schwedischen Verkehrsbehörde (Trafikverket) eine Vereinbarung zur Aufrechterhaltung des Eisenbahnfährdienstes zwischen Schweden und Deutschland unterzeichnet. Dieser wegweisende Vertrag sichert den Betrieb der Strecke Trelleborg–Rostock bis zum 31. Dezember 2031.

Die Vereinbarung wurde auf einer Pressekonferenz im Hafen von Trelleborg von Elisabeth Lönne, Chief Commercial Officer von Stena Line, und Roberto Maiorana, Direktor der schwedischen Verkehrsbehörde, unterzeichnet.

Lönne erklärte, Stena Line sei froh, nun die Voraussetzungen für den weiteren Betrieb der Strecke zu haben, und betonte den Stolz und die Verantwortung für die eigene Rolle im Transportsystem, insbesondere durch die Bereitstellung einer wichtigen Eisenbahnverbindung nach Kontinentaleuropa per Fähre.

Maiorana zeigte sich erleichtert und stolz über den Abschluss der Vereinbarung, die den Eisenbahnfährdienst zwischen Schweden und Deutschland für die kommenden Jahre sichere. Er ergänzte, dass das Eisenbahnfährgeschäft in den letzten 20 Jahren aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Tragfähigkeit stark geschrumpft sei. Seit der Eröffnung der Öresundbrücke würden die meisten Güterzüge von und nach Kontinentaleuropa über den Öresundkorridor statt per Fähre transportiert. Die Fähre sei jedoch weiterhin notwendig, weshalb die schwedische Regierung über die Verkehrsbehörde eingegriffen habe, um den Betrieb zu gewährleisten.

Seit 1998 betreibt Stena Line die Strecke Trelleborg–Rostock mit den beiden Eisenbahnfähren M/S Skåne und M/S Mecklenburg-Vorpommern. Diese Strecke ist derzeit der einzige reguläre Eisenbahnfährdienst Schwedens und eines der weltweit wenigen noch betriebenen Eisenbahnfährprojekte.

Vor dem Hintergrund der sich verschlechternden Sicherheitslage gewinne die Verkehrsinfrastruktur eine immer wichtigere Rolle. Der fortgesetzte Betrieb der Stena-Line-Eisenbahnfähre ermögliche den schwedischen Streitkräften und der NATO eine kontinuierliche militärische Mobilität und stelle sicher, dass Schweden in der Lage sei, Unterstützung im Rahmen der Aufnahmestaatenunterstützung (Host Nation Support) zu leisten und zu empfangen.

Maiorana wies darauf hin, dass der Eisenbahnfährdienst es ermögliche, die grundlegenden Anforderungen der NATO an ein robustes Transportsystem zur Unterstützung der nationalen Resilienz zu erfüllen, das in Friedens-, Krisen- und Kriegszeiten funktionieren müsse.

Deutschland ist der größte Handelspartner Schwedens, und die Eisenbahnfähre könne Güter transportieren, die aufgrund von Gewichts- und Breitenbeschränkungen der dänischen und deutschen Eisenbahninfrastruktur nicht über die Öresundroute befördert werden könnten. Da die Öresundbrücke die einzige feste Eisenbahnverbindung nach Kontinentaleuropa sei, diene die Eisenbahnfähre auch als strategische Reserve bei längerfristigen Unterbrechungen.

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