Polnische Fixmap-Gruppe hat Netzwerkintegration zu 80 % abgeschlossen
2026-06-16 14:39
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de.wedoany.com-Bericht: Der polnische Netzbetreiber Fixmap-Gruppe treibt die technische Integration seiner landesweiten Netz-infrastruktur voran, mit dem Ziel, die Netze seiner fast 30 regionalen Unternehmen zu einem einheitlichen Übertragungs- und Aggregationssystem zusammenzuführen. Laut dem Chief Technology Officer der Gruppe, Piotr Srebniak, ist dieser Integrationsprozess bereits zu 80 % abgeschlossen.

Die Fixmap-Gruppe versorgt derzeit rund 170.000 Kunden und 500.000 Haushalte. Nach der Investition durch den Arcus-Fonds wurde die technische Integration zur Priorität erklärt. Srebniak erläuterte, dass die einzelnen Unternehmen aufgrund ihrer Größe und geografischen Lage bestimmte Dinge nicht allein bereitstellen könnten, die jedoch durch die gesamte Gruppe realisierbar seien, sobald die Geschäftstätigkeit ein bestimmtes Niveau erreicht habe. Der quantitative Indikator für dieses Niveau sei das IP-Verkehrsvolumen im gesamten Netz, das derzeit bei 200 GB liege.

Die Integrationsarbeit begann auf der höchsten Ebene des IP-Verkehrsmanagements, gefolgt vom Aufbau nationaler und regionaler Backbone-Netze, die weitgehend auf eigener Infrastruktur basieren, sowie der Bereitstellung einer neuen Internetzugangsplattform. Zu diesem Zweck hat Fixmap in Warschau und Kattowitz zwei Aggregationspunkte, sogenannte Points of Presence (POPs), eingerichtet. Alle regionalen Unternehmen sind redundant mit diesen beiden Knoten verbunden; die beiden POPs sind untereinander gepeert und können den gesamten Verkehr der Gruppe unabhängig voneinander verarbeiten. Die Architektur folgt einer Spine-Leaf-Struktur, die eine schnelle Anbindung weiterer Einheiten ermöglicht. Derzeit verarbeitet Fixmap bereits über 500 Gbit/s an IP-Verkehr.

Im Bereich der Geschäftsbeziehungen hat Fixmap Verträge mit Tier-1-Anbietern, wichtigen Content-Providern wie Netflix und Google sowie bedeutenden internationalen Betreibern abgeschlossen und ist an wichtige Verkehrsknotenpunkte wie die ausländischen C-IX und D-IX angebunden. Die Strategie der Gruppe besteht darin, private Interconnections aufzubauen, um den Kunden den benötigten Verkehr direkt bereitzustellen. Ein kürzlich realisiertes Beispiel ist die Aufnahme eines Peerings mit Akamai. Darüber hinaus verfolgt Fixmap auch Verkehrskategorien, die prozentual nicht dominieren, aber eine feste Nutzerbasis haben, wie z. B. den Verkehr von Spieleservern. Durch diesen Netzaufbau möchte Fixmap ineffiziente Lösungen vermeiden, die große Telekommunikationsbetreiber aus historischen Gründen einsetzen.

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