de.wedoany.com-Bericht: Der chinesische Speicherhersteller Longsys hat einen Chip namens WM8500 im 5-nm-Verfahren vorgestellt, der als Storage Processing Unit (SPU) definiert wird. Er ermöglicht eine Echtzeit-Datenkompression für große Solid-State-Drives (SSDs) und verdoppelt so die effektive Speicherkapazität auf Basis einer einzelnen 128-GB-Platte.

Als zweitgrößter unabhängiger Speichermodulhersteller der Welt besitzt Longsys die Verbrauchermarke Lexar sowie die B2B-Speichermarke FORESEE. Angesichts der anhaltend steigenden Kosten für SSDs und Dynamic Random Access Memory (DRAM) bietet der neue Chip der Branche eine mögliche Kostenkontrolllösung. Im Vergleich zur hardwarebasierten Kompression herkömmlicher Bandlaufwerke (mit einem Kompressionsverhältnis von bis zu 2,5:1) erreicht das 2:1-Verhältnis zwar nicht das gleiche Niveau, gilt jedoch vor dem Hintergrund steigender NAND-Flash-Kosten und dem Einsatz vieler Rechenzentren mit mechanischen Festplatten (HDD) als bedeutender Fortschritt.
Die WM8500 SPU basiert auf einem anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreis (ASIC), der speziell für Kompressions- und Speicherverwaltungsaufgaben ausgelegt ist. Dies unterscheidet sich grundlegend von Ansätzen wie Samsungs SmartSSD, die innerhalb der SSD universelle FPGAs oder ARM-basierte Central Processing Units (CPUs) verwenden. Ein weiterer Kostenvorteil des Chips liegt in seinem vollständig DRAM-losen Design, was zur Senkung des Gesamtpreises beiträgt. Longsys verspricht Künstliche Intelligenz (KI)-Anwendern eine „nahezu“ Verdopplung der Speicherkapazität. Es ist zu beachten, dass 2:1 das maximale Kompressionsverhältnis darstellt; bei Datenverschlüsselung oder -vermischung kann die Kompressionswirkung deutlich nachlassen.
Im idealen Arbeitszustand bildet die WM8500 SPU zusammen mit der Implementierung eines Advanced Cache (HLC) und einem Intelligent Storage Agent (iSA) das von Longsys so bezeichnete „geschlossene System aus Hardware-Software-Kooperationstechnologie“, das sich vor allem an KI-Kunden richtet. Der HLC-Cache soll den DRAM-Bedarf um 40 % senken und macht die Lösung zu einer kosteneffizienten Alternative zu HDD-Speichern – obwohl Wettbewerber noch in diesem Jahr 256-TB-Unternehmens-SSDs auf den Markt bringen wollen. KI-Rechenzentren verzeichnen einen stetig wachsenden Bedarf an Speicher und Arbeitsspeicher, um ihre steigenden Anforderungen zu erfüllen.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









