China plant Investitionen von 2 Billionen Yuan in landesweites KI-Rechennetzwerk – Fertigstellung bis 2028 angestrebt
2026-06-17 17:00
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de.wedoany.com-Bericht: China arbeitet an einem Plan, rund 2 Billionen Yuan (ca. 2950 Milliarden US-Dollar) in den Aufbau eines landesweiten KI-Rechennetzwerks zu investieren, das Rechenzentren im ganzen Land zu einer einheitlichen Rechenplattform verbindet. Dieses soll hauptsächlich von staatlichen Telekommunikationsunternehmen wie China Mobile und China Telecom betrieben werden. Die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform ist für die Ausarbeitung des Plans zuständig, der eine großflächige Infrastruktur-Bereitstellung bis 2028 vorsieht.

Die Finanzierungsquellen umfassen hauptsächlich Staatsanleihen und ultra-langfristige Staatsanleihen. Die Umgestaltung der Energieinfrastruktur könnte die Gesamtkosten erheblich in die Höhe treiben. Unter Einbeziehung der Ausgaben für die damit verbundene Netzmodernisierung könnte der Gesamtfinanzierungsbedarf 5 Billionen Yuan (ca. 7380 Milliarden US-Dollar) übersteigen.

China-Chip

Auf politischer Ebene wird eine deutliche Erhöhung des Anteils heimischer Produktion gefordert. Beamte wünschen sich, dass mindestens 80 % der Basistechnologien (einschließlich KI-Chips und zugehöriger Infrastruktur) von inländischen Anbietern stammen. Ab 2025 müssen Rechenzentren mindestens 50 % ihrer Chips von inländischen Herstellern beziehen; im November desselben Jahres wurde staatlich geförderten Projekten untersagt, ausländische Beschleuniger in ihren Einrichtungen zu verwenden. Projekte, die weniger als 30 % Fortschritt aufweisen, müssen Komponenten von Nvidia, AMD und Intel entfernen.

Diese Maßnahmen schaffen Marktchancen für einheimische Chipunternehmen wie Huawei und verringern gleichzeitig die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten wie Nvidia, AMD und Intel. Die Politik zielt darauf ab, sicherzustellen, dass wichtige KI-Tools und große Sprachmodelle auf heimischer Hardware laufen. Der Austausch importierter Prozessoren bleibt jedoch eine große Herausforderung.

Die chinesische Halbleiterfertigungskapazität hängt hauptsächlich von SMIC und einigen wenigen staatlich genehmigten Foundries ab. Der Co-CEO von SMIC, Zhao Haijun, warnte bereits vor einer möglichen Unterauslastung der Kapazitäten aufgrund übermäßiger Infrastrukturausweitung. Der fortschrittlichste stabile Fertigungsprozess des Unternehmens entspricht in etwa dem 7-Nanometer-Knoten, und die aktuelle Kapazitätsauslastung liegt bereits bei über 93 %. Da mehrere Chipdesign-Unternehmen um die gleichen begrenzten Produktionsressourcen konkurrieren, ist eine schnelle Produktionsausweitung unter den bestehenden Wafer-Kontingenten weiterhin schwierig.

Hochbandbreitenspeicher (HBM) stellen einen wesentlichen Engpass dar und begrenzen die Anzahl fortschrittlicher Beschleuniger, die für KI-Workloads und Tool-Bereitstellungen zur Verfügung stehen. Branchenschätzungen zufolge könnten inländische Anbieter bis 2030 nur etwa 76 % der chinesischen KI-Chip-Nachfrage decken, während der Markt auf 670 Milliarden US-Dollar anwachsen wird. Huawei prognostizierte im letzten Jahr die Auslieferung von 812.000 Chips, doch Lieferkettenbeschränkungen beeinträchtigen weiterhin das Produktionsvolumen.

Chinesische Branchenmanager geben an, dass einheimische KI-Rechenzentrums-Chips in einigen Kategorien immer noch 5 bis 10 Jahre hinter internationalen Wettbewerbern zurückliegen. Berichten zufolge ist DeepSeek nach dem Versuch, schwere Arbeitslasten mit Huaweis Alternativen zu bewältigen, für bestimmte Trainingsaufgaben wieder auf Nvidia-Hardware zurückgegriffen, was zeigt, dass chinesische Prozessoren in den anspruchsvollsten KI-Trainingsumgebungen weiterhin Schwierigkeiten haben.

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