de.wedoany.com-Bericht: Das 4. Naumburger Gespräch fand heute statt und konzentrierte sich auf die Mobilfunkabdeckung entlang der Bahnstrecken in Deutschland. Vertreter aus der Mobilfunkbranche, der Politik, offiziellen Stellen, Gemeinden und Verbänden diskutierten den aktuellen Stand des Netzausbaus, bisherige Erfahrungen und das zukünftige Potenzial. Die Veranstaltung wurde von der Mobilfunk Infrastruktur GmbH (MIG) organisiert.

An der Konferenz nahmen hochrangige Politiker teil, darunter Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und Gertrud Husch, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Digitales und Modernisierung (BMDS). Schnieder betonte, dass Reisende Gigabit-Datenraten im Zug erwarten und moderne Mobilfunkkommunikation eine grundlegende Verpflichtung des Schienenverkehrs sei. Deutschland treibe den 5G-Ausbau entlang der Bahnstrecken durch Pilotprojekte voran und plane, die Funkmodernisierung des gesamten 33.000 Kilometer langen Schienennetzes bis 2035 abzuschließen. Er unterstrich, dass die MIG als Kompetenzzentrum eine entscheidende Unterstützung für dieses nationale Technologie- und Infrastrukturprojekt bieten könne; derzeit prüfen die zuständigen Stellen die konkrete Art und Weise der Beteiligung der MIG am Aufbau des Bahnfunks und des 5G-Netzes entlang der Strecken.
Gertrud Husch, Abteilungsleiterin im BMDS, erklärte in Vertretung des Ministers, dass der Ausbau des deutschen Mobilfunknetzes bedeutende Fortschritte gemacht habe und die MIG dabei eine aktive Rolle gespielt habe. Sie wies darauf hin, dass die Einführung des modernen Bahnfunks und die Verbesserung der Mobilfunkabdeckung zentrale Digitalisierungsprojekte seien; der Bund werde den Standort Naumburg und die dort aufgebaute Fachkompetenz sichern und die weitere Beteiligung der MIG am Netzausbau unterstützen. Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, betrachtet eine gute Mobilfunkabdeckung als grundlegende öffentliche Versorgung. Er würdigte den wichtigen Beitrag der MIG zur Schließung von Versorgungslücken und erklärte, dass der Standort Naumburg nun eine langfristige Perspektive erhalten sollte – eine gute Nachricht für die Region, die Mitarbeiter und den Netzausbau in ganz Deutschland.
Ernst Ferdinand Wilmsmann, Geschäftsführer der MIG, sagte, dass sich das Naumburger Gespräch als feste Branchenplattform etabliert habe. Die MIG habe sich in den fünf Jahren seit ihrer Gründung als neutraler Ansprechpartner und Fürsprecher positioniert und sei bereit, den Netzausbau entlang der Bahnstrecken mit ihrer Fachkenntnis zu unterstützen. Die diesjährige Konferenz umfasste drei Arbeitsgruppen zu den Themen Erfolge und Herausforderungen beim eigenwirtschaftlichen und geförderten Netzausbau, Mobilfunkabdeckung und Netzausbau entlang der Bahnstrecken sowie Strom-, Glasfaser- und Wegeversorgung der Mobilfunkinfrastruktur.

Mehr als 120 Vertreter aus der Bundes- und Landespolitik sowie den Parlamenten, Bundes- und Landesbehörden, Mobilfunkunternehmen, Verbänden sowie Landkreisen, Städten und Gemeinden nahmen an der Veranstaltung im UNESCO-Weltkulturerbe Naumburger Dom teil.
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