Brasilianischer Bergbaukonzern Vale plant, in der Pelletproduktion Erdgas durch Biomethan zu ersetzen
2026-06-18 11:30
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de.wedoany.com-Bericht: Vale plant, in der Pelletproduktion Erdgas durch Biomethan zu ersetzen, um den Herausforderungen des bevorstehenden Inkrafttretens des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der EU (CBAM) zu begegnen.

Letícia Garcez, Supply Manager bei Vale, erklärte, dass Vale bereit sei, als Abnehmer (off-taker) von Biomethan aufzutreten, der brasilianische Markt für erneuerbares Gas jedoch noch regulatorische und wettbewerbliche Hürden überwinden müsse.

Garcez zufolge sei Vales Vision, „so schnell wie möglich" mit der Nutzung von Biomethan zu beginnen, zunächst in geringen Mengen, die dann schrittweise ausgeweitet werden, sobald der Markt reifer sei. Sie wies darauf hin, dass Biomethan wirtschaftlich weiterhin vor Hindernissen stehe und im Vergleich zu Erdgas noch eine große Lücke bestehe. Im regulatorischen Bereich nannte Garcez die Notwendigkeit, bei der Zertifizierung die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, einschließlich der Diskussion über die Transportweise von Biomethan. Sie sagte, dass in Brasilien derzeit nur der Lkw-Transport anerkannt sei, der Transport von Biomethan mit üblicherweise dieselbetriebenen Lkw jedoch keinen signifikanten Beitrag zur Dekarbonisierung leiste.

In Vales Dekarbonisierungsstrategie werden Erdgas und Biomethan für industrielle Prozesse eingesetzt, während Biokraftstoffe und Elektrifizierung im Transportbereich zum Einsatz kommen. Erdgas ist ein wesentlicher Bestandteil der variablen Kosten bei der Pelletproduktion, und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Erdgas steht im Mittelpunkt von Vales Interesse. Vale steigt schrittweise in den freien Erdgasmarkt ein und bezieht derzeit 100 % seines Erdgasbedarfs aus diesem Markt, davon 80 % über Verträge und 20 % über den Spotmarkt. Das Unternehmen testet ein an den Henry Hub gekoppeltes Erdgasvertragsmodell und bewertet Absicherungsstrategien für Erdgaspreise. Im Hinblick auf die Entwicklung des Erdgasmarktes müssen die Multiplikatoren bei den kurzfristigen Transporttarifen noch verbessert werden, die „Brasilianisierung" der Erdgaspreise erfordert eine weitere Steigerung der Marktliquidität, und die Wettbewerbsagenda muss sich auf die Kosten für den Weitertransport und die Verarbeitung konzentrieren. Darüber hinaus sind Erdgasspeicherdienste für Vale von praktischer Bedeutung, und der Import von argentinischem Erdgas erfordert eine robustere Koordinierung aller Beteiligten.

Vale prüft noch, ob beim HBI-Projekt (Sponge Iron) grüner Wasserstoff zum Einsatz kommen soll.

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