de.wedoany.com-Bericht: Die simbabwische Regierung hat am 17. Juni 2026 offiziell den Bau einer zweiten Goldraffinerie in Bulawayo, der zweitgrößten Stadt des Landes, genehmigt. Die Anlage soll voraussichtlich 2027 in Betrieb gehen und hauptsächlich der Beschaffung und Verarbeitung der stetig steigenden Goldproduktion des Landes dienen. Dieser Schritt zielt darauf ab, den Kapazitätsdruck auf die staatliche Fidelity Gold Refinery zu verringern.
Die Goldindustrie in Simbabwe erlebt derzeit ein rasantes Wachstum. Derzeit wird alles Gold des Landes über die staatliche Fidelity Gold Refinery verkauft und verarbeitet. Mit der kontinuierlich steigenden Goldproduktion befürchten Regierungsvertreter jedoch, dass die derzeit einzige Raffinerie ab 2027 die landesweite Goldproduktion nicht mehr bewältigen kann. Die Genehmigung der zweiten Raffinerie dient dazu, die Kapazitätslücke zu schließen und die notwendige Infrastruktur für die wachsende Produktion bereitzustellen. Informationen über die Investoren der neuen Raffinerie wurden noch nicht bekannt gegeben; Regierungsvertreter erklärten, dass diese erst bei Inbetriebnahme der Anlage veröffentlicht werden.
Die simbabwische Regierung hat für 2026 ein Goldproduktionsziel von 50 Tonnen festgelegt, was über dem historischen Rekord von 46,7 Tonnen aus dem Jahr 2025 liegt. Bis Ende Mai 2026 beliefen sich die Goldlieferungen an die Fidelity Gold Refinery auf 17 Tonnen. Der anhaltende Anstieg des internationalen Goldpreises ist der Haupttreiber für das wachsende Investitionsvolumen in der Goldindustrie des Landes; in den letzten drei Jahren ist der Goldpreis um rund 130 % gestiegen. Die Fertigstellung der neuen Raffinerie wird voraussichtlich das weitere Produktionswachstum in der Zukunft unterstützen. Mehrere große Goldminenprojekte befinden sich in der Umsetzung, darunter Mutapa Gold Resources, das zum Staatsfonds gehört und plant, die Jahresproduktion bis 2029 auf 220.000 Unzen zu verdoppeln. Darüber hinaus treibt die Caledonia Mining Corporation das Bilboes-Goldminenprojekt voran, das voraussichtlich die größte Goldmine Simbabwes werden soll. Die Produktion soll Ende 2028 anlaufen, mit einer durchschnittlichen Jahresproduktion von etwa 200.000 Unzen ab 2029.
Die Errichtung der zweiten Raffinerie wird als wichtiger Schritt zur Stärkung der Goldwertschöpfungskette, zur Verringerung von Verarbeitungsengpässen und zur Förderung der Mineralaufbereitung und -veredelung in Simbabwe angesehen. Gold bleibt die wichtigste Devisenquelle und die tragende Säule des Bergbausektors in Simbabwe. Mit dem anhaltenden Produktionswachstum ist der Ausbau der Raffineriekapazitäten von großer strategischer Bedeutung.
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