de.wedoany.com-Bericht: Ericsson und SoftBank haben beim Großen Preis von Japan erfolgreich einen Feldversuch für Kommunikationsdienste auf Basis von 5G Standalone (SA) und Millimeterwellen-Technologie (mmWave) durchgeführt und damit die höchste Anzahl gleichzeitig genutzter Netzwerkslices während einer Veranstaltung in Japan erreicht.

Als Unterstützer des Großen Preises von Japan führten Ericsson Japan und SoftBank vom 27. bis 29. März diesen gemeinsamen Versuch auf dem Suzuka Circuit durch. Die beiden Unternehmen errichteten auf dem kommerziellen Netzwerk von SoftBank fünf unabhängige Netzwerkslices, darunter mmWave-Kommunikation, und stellten diese gleichzeitig den Nutzern im Veranstaltungsgelände zur Verfügung. Ziel dieser Methode war es, für bestimmte Anwendungsfälle optimierte Konnektivität zu bieten und gleichzeitig durch verbesserte und optimierte Netzkapazität die Kommunikationsqualität für normale Teilnehmer zu steigern.
In großen Veranstaltungsorten bestehen gleichzeitig vielfältige Kommunikationsanforderungen, darunter das Posten in sozialen Medien, das Ansehen und Hochladen von Videos, die Übertragung von Betriebsvideos der Veranstaltung sowie die Abwicklung bargeldloser Zahlungen. Der Versuch demonstrierte fünf Anwendungsfälle: hochwertige Kommunikation für 5G-SA-Nutzer (durch Zuweisung größerer Funkbandbreite); dedizierte Slices für XR-Erlebnisse (Extended Reality); stabile private 5G-Verbindungen für Zahlungsterminals ausgewählter Geschäfte; öffentlicher Wi-Fi-Dienst für SoftBank- und Y!mobile-Nutzer über FWA (Fixed Wireless Access); sowie eine 5G-Funkkamera-Videoübertragungsumgebung für Rundfunkanstalten.
Die Versuchsergebnisse zeigten, dass Ericsson und SoftBank Dreiband-Massive-MIMO (AIR6476) zur Unterstützung energieeffizienter, hochkapazitiver Kommunikation einsetzten und mmWave-Funkgeräte (AIR1281) hinzufügten. Im Vergleich zur Vorjahresveranstaltung wurden Kommunikationsgeschwindigkeit und Verbindungskapazität erheblich gesteigert. Für normale SoftBank-Nutzer stieg die Downlink-Geschwindigkeit von 5G-SA-Nutzern im Vergleich zur Veranstaltung 2025 um etwa das Vierfache, die Uplink-Geschwindigkeit um mehr als das 14-Fache; bei 5G-NSA-Nutzern betrugen die Steigerungen etwa das 1,5-Fache bzw. das 6-Fache.
Durch die Nutzung von Netzwerkslicing und Ericssons „5G-Advanced-Funktionen", darunter Durchsatzsteuerung, Latenzoptimierung und mmWave-Steuerung, kontrollierten die beiden Unternehmen Bandbreite und Latenz. Während den normalen Nutzern stabile Kommunikationsdienste bereitgestellt wurden, bewahrte das Netz die Streaming-Qualität und gewährleistete eine reibungslose Verarbeitung von Videoübertragungen und Zahlungsterminals. Für den latenzempfindlichen XR-Anwendungsfall bestätigten die Unternehmen, dass die Downlink-Latenz im Funkbereich im Vergleich zu gleichzeitigen allgemeinen 5G-SA-Nutzern auf ein Zehntel reduziert wurde.
An ausgewählten Basisstationen demonstrierten die Partner zudem „selbstoptimierende Abläufe", bei denen die Kommunikationsqualität jedes Slices in minütlichen Intervallen visualisiert und Ressourcen durch externe Steuerung automatisch und schnell zugewiesen wurden. Auf Basis der Erkenntnisse aus diesem Versuch werden Ericsson und SoftBank die Netzwerkevolution beschleunigen und auf für spezifische Anwendungsfälle optimierte Kommunikationserlebnisse hinarbeiten. Ein aktueller Artikel über den Versuch wurde in die neueste Ausgabe des „Ericsson Mobility Report" aufgenommen.
Teruyuki Oya, Senior Vice President und Chief Network Officer von SoftBank, erklärte, der Versuch zeige, dass sich das Netzwerk von SoftBank von der Bereitstellung einheitlicher Konnektivität hin zu maßgeschneiderter Qualität für jeden Anwendungsfall entwickle. Durch 5G-SA-Netzwerkslicing und automatisierte Steuerung könnten selbst in extrem überfüllten Umgebungen mehrere Anwendungsfälle gleichzeitig unterstützt werden. Jawad Manssour, Präsident und Repräsentativdirektor von Ericsson Japan, wies darauf hin, dass die gleichzeitige Validierung von fünf Anwendungsfällen die Fähigkeit der Technologie belege, in äußerst anspruchsvollen Szenarien optimierte Konnektivität zu bieten, und dass sie künftig die digitale Transformation der japanischen Industrie und Gesellschaft unterstützen werde.
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