Azane treibt drei Ammoniak-Terminals in Norwegen voran, die 2029 in Betrieb gehen sollen
2026-06-18 15:13
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de.wedoany.com-Bericht: Azane Infrastructure AS gab am 16. Juni in Sandefjord bekannt, dass es seine drei Ammoniak-Bunkerterminals in Norwegen weiter vorantreibt. Diese Projekte haben Unterstützung von Enova, der norwegischen staatlichen Förderagentur für Energie- und Klimatechnologieprojekte, erhalten. Die Terminals in Florø, Stavanger und Mongstad sollen planmäßig 2029 in Betrieb gehen.

Das Projekt zielt darauf ab, die erste Phase eines sauberen Ammoniak-Bunkernetzwerks entlang der norwegischen Küste aufzubauen. Während sich die Schifffahrtsindustrie auf strengere Emissionsvorschriften und die Nachfrage nach alternativen Kraftstoffen vorbereitet, werden diese Terminals Schiffe, die in Küsten- und Offshore-Bereichen operieren, mit Bunkerunterstützung versorgen.

Azane erklärte, dass der Projektzeitplan mit den mit Enova vereinbarten Plänen übereinstimmt. Die Standorte der drei Terminals betreffen Gebiete, die mit maritimen Aktivitäten auf See, an der Küste und in der Industrie verbunden sind. Das Unternehmen gab in der Erklärung keine Angaben zu Projektkosten, Terminalkapazitäten oder erwarteten Erstliefermengen bekannt. CEO Steinar Kostøl sagte, das Unternehmen arbeite mit Hochdruck an allen drei Projekten und halte sich eng an die mit Enova vereinbarten Pläne.

Ammoniak wird als potenzieller CO₂-freier Schiffskraftstoff von Reedern, Kraftstofflieferanten und Regulierungsbehörden bewertet. Bei der Verbrennung oder Nutzung in Brennstoffzellensystemen entstehen keine CO₂-Emissionen. Allerdings erfordert die Nutzung von Ammoniak die Einführung neuer Sicherheitsverfahren, die Schulung von Besatzungen, den Aufbau von Speichersystemen und die dazugehörige Bunker-Infrastruktur. Für Betreiber von Stückgut-, Offshore- und Projektladungen ist die Kraftstoffverfügbarkeit ein entscheidender Faktor dafür, ob emissionsarme Schiffe auf festen Routen oder in Offshore-Versorgungsmodellen wirtschaftlich betrieben werden können. Fehlende Bunkerinfrastruktur erhöht das Investitionsrisiko für Reeder bei der Bestellung oder Umrüstung von ammoniakbereiten Schiffen.

Azane erklärte, dass die Terminals in Norwegen dazu beitragen werden, Ammoniak zu einem praktikablen Kraftstoff für Schiffe zu machen, die in Küstengebieten und darüber hinaus operieren. Das Projekt wird als erster wichtiger Schritt hin zu einer breiteren CO₂-freien Schifffahrtsinfrastruktur angesehen. In der nächsten Phase wird getestet, ob die geplante Infrastruktur aufgebaut werden kann, bevor die Schiffsnachfrage kommerzielle Größenordnungen erreicht. Häfen, Kraftstofflieferanten und Reeder müssen Sicherheitsvorschriften, Genehmigungen, Lagerstandards und Bunkerabläufe koordinieren, damit Ammoniak von Pilotprojekten zum regulären Betrieb übergehen kann.

Azane Infrastructure AS, gegründet im April 2025, ist eine Tochtergesellschaft von Azane Fuel Solutions und konzentriert sich auf den Besitz, Betrieb und die Verwaltung von Ammoniak-Kraftstoffinfrastruktur im maritimen Bereich. Kostøl sagte, diese Terminals seien nicht nur wichtige eigenständige Projekte, sondern auch Teil einer breiteren Anstrengung zur Verwirklichung einer CO₂-freien Schifffahrt entlang der norwegischen Küste und auf internationalen Routen. Kostøl wird in der Pressemitteilung auch als CEO von Azane Fuel Solutions aufgeführt.

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