de.wedoany.com-Bericht: Simbabwes größter Goldproduzent Mutapa Gold Resources weitet sein Kooperationsmodell mit handwerklichen und kleinbäuerlichen Bergleuten auf zwei neue Standorte aus: die Jena-Mine in den Midlands und die Phoenix Prince Kitsiyatota Goldmine in Bindura. Dieser Schritt erfolgt, während Simbabwe seine Bemühungen verstärkt, einen Sektor zu formalisieren, der inzwischen den Großteil der nationalen Goldproduktion ausmacht.
Zuvor hatte das Unternehmen einen zweijährigen Pilotversuch in der Elvington-Mine in West-Mashonaland durchgeführt. Dort arbeiteten rund 800 handwerkliche Bergleute im Ökosystem von Mutapa Gold Resources und produzierten monatlich 20 bis 30 Kilogramm Gold.
CEO Patrick Maseva-Shayawabaya erklärte, das Unternehmen suche nicht länger nach handwerklichen Bergleuten, um sie mit Drohnen zu orten und zu vertreiben, sondern betrachte sie als Partner.
Mutapa Gold Resources finanziert Schulungsprogramme in Zusammenarbeit mit Magaya Mining und der Simbabwe School of Mines. Die Inhalte umfassen Abbaumethoden, Arbeitssicherheit, Finanzmanagement und Umweltauflagen. Absolventen erhalten eine Zertifizierung, die Simbabwes Bergbauminister Polite Kambamura als „Passierschein für die Formalisierung" bezeichnete.
Die Ausweitung spiegelt einen Wandel in der simbabwischen Bergbaupolitik wider. Große Produzenten werden nicht länger dazu angehalten, Kleinbergleute zu vertreiben, sondern ermutigt, sie in formelle Produktionssysteme mit Rückverfolgbarkeitsmechanismen und verarbeitender Infrastruktur einzubinden. Handwerkliche Bergleute lieferten rund 75 % des Goldes an die Fidelity Gold Refinery; der Teilsektor produzierte 2025 34,9 Tonnen und trug damit zu Simbabwes Rekordproduktion von 46,7 Tonnen bei.
Mutapa Gold Resources plant, die jährliche Produktion bis 2029 auf 220.000 Unzen zu verdoppeln und hat bereits Finanzierungszusagen in Höhe von 75 Millionen US-Dollar von lokalen Banken erhalten. Das Unternehmen betreibt die Minen Freda Rebecca, Shamva und Jena und förderte im Geschäftsjahr bis März 2026 104.626 Unzen. Mutapa Gold Resources, eine Tochtergesellschaft des Staatsfonds Mutapa Investment Fund, beschäftigt direkt 2.800 Mitarbeiter und unterstützt indirekt weitere 1.300 über Auftragnehmer; der Betrieb sichert die Lebensgrundlage von über 4.000 Menschen in den Bergbaugemeinden. Landesweit kontrolliert das Unternehmen Abbaurechte auf 52.000 Hektar.
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