Brasilianisches Ministerium für Bergbau und Energie strebt 20 % Anteil an globaler Seltenerdproduktion bis 2040 an
2026-06-18 16:10
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de.wedoany.com-Bericht: Eine vom brasilianischen Ministerium für Bergbau und Energie (MME) in Auftrag gegebene Studie schlägt das Ziel vor, dass Brasilien bis 2040 einen Anteil von 20 % an der globalen Seltenerdproduktion erreichen soll. Die vom brasilianischen Zentrum für Internationale Beziehungen (Cebri) erstellte Studie, die von der EU technisch unterstützt und von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (BID) finanziert wird, soll als Grundlage für die nationale Seltenerdstrategie dienen.

Um dieses Ziel zu erreichen, müsste Brasilien jährlich 75 Kilotonnen (ktpa) Seltenerdoxide (Treo) auf den Markt bringen. Laut Prognosen von Argus Media wird die globale Produktion zu diesem Zeitpunkt fast 380 ktpa Treo erreichen. Dieses Ziel erfordert Investitionen in die vorgelagerten Bereiche des Bergbaus und der Konzentratherstellung. Die Studie setzt auch Ziele für die beiden anderen Segmente des Seltenerdmarktes: zum einen das mittlere Segment, das sich auf Elementtrennung, Raffination und Umwandlung in Oxide konzentriert, und zum anderen das nachgelagerte Segment, das für die Produktion von Permanentmagneten, Metalllegierungen und Komponenten für industrielle Hochwertanwendungen verantwortlich ist.

Nach Angaben von informierten Kreisen zeigen die Daten und Analysen, die die nationale Strategie untermauern, kurz- und mittelfristige Ziele für diese drei Industriesegmente. Langfristig könnte Brasilien im mittleren Segment eine Trennkapazität für Oxide von bis zu 40 ktpa Treo erreichen, darunter 10 ktpa für zwei wichtige Seltenerdgruppen – Neodym-Praseodym und Dysprosium-Terbium. Im nachgelagerten Segment könnte die Produktion von Permanentmagneten in Brasilien ein Volumen von 5 ktpa erreichen.

Die Studie wird am kommenden Freitag (19.) der Industrie vorgestellt. In der Einladung zu der Zeremonie im Hauptsitz des MME um 9:30 Uhr betont das Ministerium, dass die nationale Strategie mit der Agenda für kritische Rohstoffe, der Energiewende, technologischer Innovation und industrieller Wettbewerbsfähigkeit im Einklang stehen wird.

Ein Branchenkenner verriet, dass die Regierung und die an der Studie beteiligten Experten bereits in der Vorbereitungsphase Interesse an der Verfolgung ehrgeiziger Ziele gezeigt hätten. Die Quelle betonte, dass die Verwirklichung der gesamten Marktstruktur von der Mine bis zum Magneten, wie in China, eine enorme Herausforderung darstelle. Die Studie formuliert eine Reihe von Leitlinien für die Entwicklung der gesamten Seltenerd-Wertschöpfungskette in Brasilien, die von der Gewinnung der 17 chemischen Elemente bis hin zu Permanentmagneten für die Herstellung von Produkten wie Windkraftanlagen, Elektrofahrzeugen und Verteidigungsausrüstung reicht. Brasilien verfügt über die zweitgrößten Seltenerdreserven der Welt. Die Studie weist darauf hin, dass die Festlegung von Überwachungsindikatoren, Aktionsplänen, einer Regulierungsagenda sowie einer Reihe von Maßnahmen in den Bereichen Steuern, soziale und ökologische Sicherheit sowie Finanzunterstützung erforderlich ist.

Die Bundesregierung hat sich stets für eine Wertschöpfung durch die Mineralproduktion eingesetzt. Am 16. erklärte Präsident Lula bei seiner Rede auf der erweiterten Sitzung der G7 in Frankreich, dass Länder mit kritischen Rohstoffen durch Industrialisierung, Technologietransfer und Kapazitätsaufbau an den Segmenten mit höherer Wertschöpfung in der Wertschöpfungskette teilnehmen sollten.

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