Geplante Kapazität von Rechenzentren in Kyūshū, Japan, steigt in drei Jahren von 101 MW auf 3 GW
2026-06-19 11:46
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de.wedoany.com-Bericht: Die Region Kyūshū entwickelt sich zu einem neuen Schwerpunkt des japanischen Rechenzentrumsmarktes, wobei erste Anzeichen einer Verlagerung der Nachfrage aus dem Kerngebiet Tokios erkennbar sind. Analysten von DC Byte weisen darauf hin, dass die Hauptinsel im äußersten Süden Japans, zu der Großstädte wie Fukuoka und Nagasaki gehören, in den letzten zwei Jahren ein deutlich gestiegenes Interesse von Hyperscale-Cloud-Anbietern verzeichnet.

Bis Juni 2026 ist der Markt für Rechenzentren in Kyūshū noch relativ klein, mit einer aktiven Kapazität von etwa 21 MW. Seit 2023 ist die geplante Kapazität der Insel jedoch von rund 101 MW auf etwa 3 GW stark angestiegen, wobei der Zuwachs hauptsächlich von Hyperscale-Cloud-Anbietern und großen Betreibern stammt. DC Byte warnt jedoch, dass sich diese geplanten Projekte fast alle noch in der Bauphase befinden und ein Teil des Interesses spekulativer Natur sein könnte.

Tokio bleibt der zentrale Nachfragemarkt Japans, profitiert von einer gut ausgebauten Infrastruktur und Unterseekabeln, die Amerika mit dem asiatisch-pazifischen Raum verbinden. Seit 2024 hat sich das Wachstum in der Bucht von Tokio jedoch stabilisiert und steht vor mehreren Einschränkungen: Der Zugang zu kommerziellem Strom dauert 8 bis 10 Jahre, weit länger als in anderen Regionen Japans; es gibt Engpässe im Bauwesen; und die Grundstückskosten in den zentralen und westlichen Gebieten sind für Hyperscale-Cloud-Anbieter zu hoch. Diese Faktoren treiben die Nachfrage hin zu alternativen Märkten wie Osaka und Kyūshū.

Die kommerziellen Strompreise in Tokio liegen im mittleren Preissegment des Landes, zwischen 25 und 33 Yen pro Kilowattstunde. Im Gegensatz dazu bietet Kyūshū eine der günstigsten Energiekosten des Landes, die in der Regel 10 bis 15 % niedriger sind als in Ostjapan. Die Insel ist führend in der Geothermie- und Solarenergieerzeugung; Schätzungen zufolge stammen 40 % der erneuerbaren Energieproduktion Japans aus Kyūshū, was für Betreiber attraktiv ist, die günstigen Strom benötigen und ihr Nachhaltigkeitsimage verbessern möchten.

In der Nähe der Großstädte Nagasaki und Fukuoka gibt es in Kyūshū reichlich preisgünstiges Land. Dies hat einen Trend gefördert, der sich vom Tokioter Hosting-Entwicklungsmodell unterscheidet: 88 % der geplanten Projekte in Kyūshū folgen einem Eigenbaumodell, was darauf hindeutet, dass Hyperscale-Cloud-Anbieter Alternativen zum Hosting erkunden. Kyūshū bietet zudem geografische Vorteile: Es liegt näher an ostasiatischen Wirtschaftszentren wie Seoul und Shanghai als Tokio und verfügt über umfangreiche Unterseekabelverbindungen nach Südkorea, China und in andere Teile des asiatisch-pazifischen Raums, was es zu einem strategischen Knotenpunkt für Arbeiten wie grenzüberschreitende Cloud-Regionen macht.

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